China: 50.000 Obdachlose nach Erdbeben - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

China 50.000 Obdachlose nach Erdbeben

Bei einem Erdbeben in Südwestchina sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Über 150 Menschen wurden verletzt, davon einige schwer. In der Stadt Shidian in der Provinz Yunnan sind mehr als die Hälfte der Häuser zerstört worden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peking - Die Erdbebenopfer bauten behelfsmäßige Zelte, in denen sie übernachteten. "Viele Häuser wurden zerstört", sagte ein Helfer in Taiping, wo das Epizentrum lag.

Schon seit einer Woche war die bergige Gegend nahe der Grenze zu Burma fast täglich von meist kleineren Erdstößen heimgesucht worden. Doch das Beben am Donnerstagabend war mit 5,9 auf der Richterskala das schlimmste. "Alle unsere Häuser sind beschädigt", sagte ein Behördenmitarbeiter in der 39.000 Einwohner zählenden Gemeinde Youwang. "In 80 Prozent der Häuser kann niemand mehr leben."

Nach einem Erdbeben der Stärke 5,2 am Dienstagabend, das bereits Schäden angerichtet hatte, waren noch Ärzte und Hilfsmannschaften der Volksbefreiungsarmee in der Gegend, die ihren Einsatz jetzt fortsetzten. Das Beben löste viele Erdrutsche aus. Ein Opfer wurde von herabfallenden Felsbrocken erschlagen.

Da die 325.000 Einwohner zählende Region schwer zugänglich ist, wurde das genaue Ausmaß der Katastrophe nur schwer deutlich. Wie viele Tote es genau gegeben hat, konnte niemand sagen, doch schienen es trotz der Zerstörungen nur wenige zu sein. Die Schäden betragen möglicherweise mehr als 100 Millionen Mark.