China: Acht Schulkinder im Schlaf erstochen - DER SPIEGEL
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China Acht Schulkinder im Schlaf erstochen

Ein Unbekannter hat in der Nacht acht Schüler in einem Wohnheim in Zentralchina ermordet. Es ist der sechste gewaltsame Übergriff in einer Schule der Volksrepublik in den letzten vier Monaten.
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Peking - Der Mann war gegen 23.45 Uhr in das Wohnheim der Mittelschule in Ruzhou eingestiegen und hatte die acht Schüler im Schlaf erstochen, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Außerdem verletzte er vier weitere Schüler, zwei davon schwer. Ruzhou liegt in der Provinz Henan, rund 750 Kilometer südwestlich von Peking.

Wie "China Daily" berichtete, gelang es dem Täter, zu fliehen. Die Identifikation der Opfer dauere zurzeit noch an, zitiert die Zeitung einen örtlichen Polizeisprecher. "Die Studenten haben alle geschlafen, als sich der Vorfall ereignete", sagte ein Beamter der Schule Nummer 2 in Rouzhou. Studenten und Lehrer würden sich ruhig verhalten. "Der Unterricht findet heute planmäßig statt", so der Mann.

Der nächtliche Überfall ist die sechste Messerattacke in chinesischen Schulen und Kindergärten in den letzten vier Monaten. Bei den vorherigen fünf Angriffen wurden ein Kind getötet und 42 weitere Menschen verletzt.

Erst vorgestern ließ die chinesische Regierung einen Busfahrer hinrichten, der in Ostchina 24 Schulkinder mit dem Messer verletzt hatte. Obwohl kein Kind dabei getötet wurde, hielt das Gericht die Strafe wegen der Grausamkeit der Tat für gerechtfertigt. Im selben Monat hatte ein Mann 28 Kindergartenkinder in der Nähe von Shanghai mit einem Messer und selbstgebauten Bomben angegriffen.

Die chinesische Regierung fordert die Schulen auf, Wachen anzustellen und die Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen.