China: Aids, was war das doch gleich? - DER SPIEGEL
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China Aids, was war das doch gleich?

Obwohl in Chinas Großstädten 93 Prozent und in den Kleinstädten rund 82 Prozent der Menschen schon von Aids gehört haben, wissen sie weder wie man sich mit der Immunschwächekrankheit infiziert - noch wie man sich dagegen schützen kann.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peking - Die Zahlen sind schockierend: Nur 31,5 Prozent der chinesischen Stadtbewohner und 23,5 Prozent der Landbewohner wissen einer Umfrage zufolge, dass Kondome gegen die Immunschwächekrankheit schützen. Und nur drei Prozent der Befragten benutzen Präservative, um Infektionen zu verhindern, berichtet die "China Daily" am Montag.

Die Studie ergab auch, dass die Bereitschaft, sich um einen aidskranken Verwandten zu kümmern, davon abhängt, wie sich die Person infiziert hat. Sei die Ansteckung bei einer Bluttransfusion erfolgt, würden Angehörige den Infizierten versorgen. Habe sich die Person jedoch beim Sex angesteckt, empfänden die Verwandten dies als Beleidigung.

Für die Studie waren 6835 Erwachsene unterschiedlichen Bildungsgrads in ausgesuchten Regionen befragt worden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Juni tragen in der Volksrepublik rund 850.000 Menschen das Virus in sich. Es wird erwartet, dass die Zahl in den kommenden vier Jahren um 300.000 ansteigt.