China: Bis zu 400 Tote bei Unwettern - DER SPIEGEL
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China Bis zu 400 Tote bei Unwettern

Nach starken Regenfällen und dadurch ausgelösten Erdrutschen sind im Süden Chinas mindestens 384 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
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Peking - In der Provinz Yunnan werden nach einem Erdrutsch noch immer 53 Menschen vermisst, berichtete das Fernsehen. Auch in anderen Regionen hatten Erdrutsche etliche Menschen verschüttet; auf der Insel Hainan wurden drei Frauen von einem Blitz erschlagen. Sie hatten unter einem Baum Schutz vor einem Gewitter gesucht. Nach Regierungsangaben mussten mehr als 100.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Der bisher entstandene Schaden wird auf umgerechnet knapp 30 Millionen Euro geschätzt.

Auch in anderen Teilen Asiens fielen etliche Menschen den Monsun-Regenfällen und heftigen Unwettern zum Opfer. Damit stieg die Zahl der Toten außerhalb Chinas auf 535. In Bangladesh starben infolge der Unwetter 15 weitere Menschen ums Leben, darunter auch Kinder. Die Gesamtzahl der Toten stieg damit allein in Bangladesch auf 140. Das Ministerium für Katastrophenschutz in Dhaka gab am Mittwoch an, von den 64 Bezirken des Landes seien 40 von Überschwemmungen betroffen. In Indien ertranken weitere 16 Menschen in den Fluten. Bisher starben dort mindestens 310 Menschen. Im Unionsstaat Bihar brach die Stromversorgung zusammen, alle wichtigen Straßen und Zugverbindungen standen unter Wasser.

Eine anhaltende Trockenheit droht dagegen in den zentralen Unionsstaaten Andhra Pradesh, Madhya Pradesh, Maharashtra, Rajasthan, Haryana und Punjab. Nach Angaben von Ministerpräsident Manmohan Singh fielen dort in den vergangenen Wochen bis zu 50 Prozent weniger Regen als sonst üblich. Dies könne zu einer Trinkwasserknappheit führen.