China: Elf Kinder sterben in überladenem Kleinbus - DER SPIEGEL
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China Elf Kinder sterben in überladenem Kleinbus

Im Osten Chinas sind bei einem schweren Unfall elf Kinder ums Leben gekommen. Der Fahrer des überladenen Busses wurde festgenommen, ein Dutzend Beamte aus der Provinz Jiangxi mussten ihren Posten räumen.
Teich in der Stadt Guixi, in den der Kleinbus mit überhöhter Geschwindigkeit hineinfuhr
Teich in der Stadt Guixi, in den der Kleinbus mit überhöhter Geschwindigkeit hineinfuhr

Teich in der Stadt Guixi, in den der Kleinbus mit überhöhter Geschwindigkeit hineinfuhr

Foto: STRINGER/CHINA/ REUTERS
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Peking - In dem überfüllten Kleinbus befanden sich insgesamt 15 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren sowie zwei Erwachsene. Das Fahrzeug kam aus bisher ungeklärten Gründen in Guixi in der Provinz Jiangxi von der Fahrbahn ab und raste in einen etwa vier Meter tiefen Teich.

Wie die offizielle Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, waren der Bus auf dem Weg in einen privaten Kindergarten. Bei den Opfern handelte es sich in der Mehrheit um Kinder von Wanderarbeitern, die bei ihren Großeltern lebten. Drei von ihnen starben noch an der Unfallstelle, weitere acht im Krankenhaus. Am Steuer des Kleinbusses saß der 35 Jahre alte Direktor des Kindergartens. Er wurde von der Polizei festgenommen.

Der Mann habe viel zu viele Passagiere in dem nur für sieben Personen ausgelegten Fahrzeug transportiert. Den Unfall habe er durch "unangemessene" Fahrweise verursacht, so die Polizei. Ungefähr ein Dutzend Beamte aus den Bereichen Bildung und Verkehr wurden vom Dienst suspendiert, meldete die Parteizeitung "People's Daily". Auch sei die Privatschule geschlossen worden, weil sie ohne Lizenz geführt wurde, Die Eltern der verstorbenen Kinder würden 480.000 Yuan (knapp 57.800 Euro) zugesprochen bekommen, meldete Xinhua.

Erst im vergangenen Jahr war im Westen Chinas ein für neun Passagiere konzipierter und mit 62 Kindern vollkommen überladener Privatbus verunglückt. Bei dem Zusammenstoß mit einem Lastwagen starben 19 Kinder und zwei Erwachsene. Der Leiter des Kindergartens, der in diesem Fall nicht am Steuer gesessen hatte, wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt.

ala/dpa

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