China: Explosion reißt 11 Menschen in den Tod - DER SPIEGEL
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China Explosion reißt 11 Menschen in den Tod

Bei der Detonation von unsachgemäß gelagertem Sprengstoff direkt neben einer Grundschule in Nordwestchina sind elf Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Schüler. Mindestens acht Menschen wurden verletzt, als das Gebäude zusammenstürzte.
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Peking - Etwa 20 Kinder befanden sich in dem Schulgebäude bei Kecheng in der Provinz Shanxi, als die Explosion auf dem Nachbargrundstück das Haus in Stücke riss. Die Schule in dem Ort Hougou stürzte ein. Den Behörden zufolge kamen dabei zwei Kinder im Alter von sieben und neun Jahren ums Leben. Auch der Lehrer sowie acht Dorfbewohner starben bei dem Unglück. Acht Menschen seien verletzt worden, teilte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua mit. Offizielle Regierungsstellen widersprachen damit ersten Berichten, wonach mehr als 20 Kinder in der Schule getötet worden seien.

Ein Bergwerksbesitzer habe in einem Nachbarhaus Sprengstoff gelagert, der sich entzündet habe, berichtete Xinhua. Der Zeitung "Beijing News" zufolge soll auch er bei dem Unglück ums Leben gekommen sein. Die staatlichen Medien hielten sich in ihrer Berichterstattung merklich zurück. Die durch illegale und unsachgemäße Lagerung von Sprengstoff hervorgerufene Explosion zeigt erneut, wie mangelhaft die Sicherheitsbestimmungen und deren Einhaltung in Chinas Bergbauindustrie noch immer sind.

Eine Serie verheerender Unglücke in Bergwerken hatte in der internationalen Presse die Welle der Empörung hoch schlagen lassen. Jetzt sollen die Versäumnisse der Verantwortlichen auch auf der diesjährigen Plenarsitzung des Volkskongresses in Peking thematisiert werden.

Geschätzte 6000 Bergleute kamen allein im letzten Jahr bei Explosionen und Unfällen ums Leben. Auch die unsachgemäße Lagerung von Sprengstoff und Feuerwerkskörpern soll jedes Jahr Hunderte in den ländlichen Regionen der Volksrepublik töten. Die Regierung versucht, durch Zensurmaßnahmen die Diskussion in den Medien zu begrenzen.