China: Gasexplosionen fordern mindestens sieben Tote - DER SPIEGEL
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China Gasexplosionen fordern mindestens sieben Tote

In China ist es nach einem Chlorgas-Ausbruch in einer Chemiefabrik zu gewaltigen Explosionen gekommen. Mindestens sieben Menschen starben, 150.000 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.
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Peking - Bei den Explosionen in Chongqing in Südwestchina kam es zu erschütternden Szenen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Ein Reporter, der nach dem Unglück mit Atemschutzgerät in die Tianyuan-Chemieanlage am Jialing-Fluss durfte, berichtete, er habe "Körperteile herumliegen gesehen". Mindestens sieben Personen seien getötet worden, zwei weitere gelten als vermisst. Im Umkreis von drei Kilometern seien alle Anwohner evakuiert worden. Bis Samstagmittag kehrten die meisten jedoch in ihre Häuser zurück. 30.000 Menschen befanden sich noch in Schulen und anderen Notunterkünften.

"Die Ursache des Gasausbruchs ist vor allem in veralteten Öfen und anderen Anlagen zu suchen", sagte der Leiter des technischen Teams am Unglücksort, Miao Guangkai. "Fehlverhalten der Arbeiter nach dem Unfall löste die Explosionen aus."

Dem Bericht zufolge war es sei bereits der dritte Chlorgasausbruch in der Chemieanlage seit Ende vergangenen Jahres. Um die Gaskonzentrationen zu verringern, sprühte die Feuerwehr Wasser und Lauge in die Luft. Die Luft- und Trinkwasserqualität war am Samstag wieder normal, berichtete Xinhua. Die Chemiefabrik ist mit einer Jahresproduktion von 60.000 Tonnen der größte Hersteller von Natronlauge in Südwestchina.

Erst vor vier Monaten hatte nahe der Metropole Chongqing eine Giftgaskatastrophe durch Nachlässigkeit bei Bohrarbeiten mindestens 233 Menschenleben gekostet. Als Konsequenz war diese Woche der Geschäftsführer des verantwortlichen größten chinesischen Ölkonzerns China National Petroleum Corporation (CNPC), Ma Fucai, zurückgetreten.