China: Mehr als 200 Tote bei Grubenunglück - DER SPIEGEL
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China Mehr als 200 Tote bei Grubenunglück

Zwei Wochen lang vertuschten die chinesischen Behörden ein dramatisches Unglück in einem Zinn-Bergwerk, bei dem über 200 Kumpel den Tod fanden.
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Peking - Ein Wassereinbruch habe das Longshan Zinn-Bergwerk in Dachang im Kreis Nandan (Provinz Guangxi) überflutet, bestätigte am Montag ein Behördenmitarbeiter in Dachang. Das Unglück passierte schon vor zwei Wochen am 16. Juli, doch war es lokalen Behörden gelungen, es seither zu vertuschen.

"Es gibt keine Hoffnung mehr", sagte der Mitarbeiter, der anonym bleiben wollte. "Alles wurde überschwemmt. Keiner kam lebend heraus." Bislang seien erst 20 Leichen geborgen worden. Mehr als 200 Kumpel seien in etwa 50 Meter Tiefe gewesen, als die Grube überflutet worden sei. Es fehle an schwerem Gerät für die Bergungsarbeiten. Die Pumpen seien so klein, dass auch zwei Wochen danach immer noch Wasser geschöpft werden müsse.

Die Bergungsarbeiten erfolgten durch Mannschaften der Grube selbst, die zu den größeren privaten Bergwerken der Gegend gehöre, berichtete der Mitarbeiter. Lokale Journalisten berichteten, das Parteikomitee des Kreises habe ihnen untersagt, zu der Grube zu fahren und zu berichten. Die Verwaltung des Bergwerks, die Kreisbehörde von Nandan und dessen Sicherheitsamt bestreiten weiterhin, dass ein Unglück passiert ist.