China Sandsturm hüllt Peking in gelben Staub
Sandsturm über Peking: Eine Stadt sieht gelb
Peking - Ein starker Sandsturm hat Peking am Samstag in eine gelbe Staubwolke gehüllt. Über der chinesischen Hauptstadt lag am Morgen eine dichte Sandschicht, die Sicht war stark eingeschränkt. Mehrere Flüge auf dem internationalen Flughafen konnten nur mit Verspätung starten. Die Behörden warnten vor starker Luftverschmutzung und riefen die Menschen auf, zu Hause zu bleiben. Viele Menschen gingen trotzdem auf die Straßen, manche waren mit Schutzmasken unterwegs.
Der Sturm hatte zuvor bereits im Nordosten des Landes getobt. 16 Millionen Menschen seien betroffen, berichteten staatliche Medien. In den Regionen Gansu und Ningxia sei auch mit Ernteschäden zu rechnen. Der Sturm soll nach Einschätzung von Meteorologen noch bis Montag andauern.
Im Norden Chinas treten immer wieder starke Sandstürme auf, die Staubwolken werden teilweise bis in die USA geweht. Experten machen dafür die Entwaldung und die starke Trockenheit im Norden Chinas verantwortlich. In China gibt es nach offiziellen Angaben 2,6 Millionen Quadratkilometer Wüste - das ist fast das Zweieinhalbfache der landwirtschaftlichen Anbauflächen.
Um die verbliebenen Vegetationsbarrieren zu stärken, investiert die Regierung Millionen Dollar in die Anpflanzung von Bäumen. Erschwert werden die Bemühungen durch den Klimawandel und den immer stärker steigenden Wasserbedarf des Riesenreichs. Vor vier Jahren hatte ein Sandsturm rund 300.000 Tonnen Staub nach Peking gewirbelt.