China: Sars-Fall bestätigt - Angst vor neuer Epidemie - DER SPIEGEL
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China Sars-Fall bestätigt - Angst vor neuer Epidemie

In China ist erstmals seit der Epidemie im vergangenen Jahr wieder ein Sars-Fall nachgewiesen worden. Das Virus der gefährlichen Lungenkrankheit hat offenbar erneut vom Tier auf den Menschen übergegriffen. Aus Angst vor einer neuen Epidemie sollen in China nun Tausende als Überträger geltende Zibetkatzen getötet werden.
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Hongkong - Bei dem an Sars erkrankten Patienten handelt es sich um einen 32-jährigen Mann. Das teilte der Leiter des Instituts für Atemwegserkrankungen von Guangzhou (Kanton), Zhong Nanshan, am Montag in Hongkong mit.

Forscher der Universität von Hongkong brachten den jüngsten Sars-Fall mit Zibetkatzen in Verbindung. Es gebe Ähnlichkeiten zwischen dem bei dem Patienten entdeckten Coronavirus und demjenigen, der bei Zibetkatzen gefunden worden sei, hieß es in einer Presseerklärung. Das lege nahe, dass der Erreger wieder vom Tier auf den Menschen übergriffen habe. Bereits nach der Sars-Epidemie im vergangenen Jahr hatten die Wissenschaftler mitgeteilt, das Virus stamme vermutlich von der Zibetkatze, die in Teilen Chinas als Delikatesse gilt.

Aus Angst vor einer Übertragung der lebensgefährlichen Lungenkrankheit will die Regierung staatlichen Medien zufolge nun in der südlichen Provinz Guangdong 10.000 Zibetkatzen töten und zahlreiche Märkte für Wildtiere schließen. Die Wildkatzen werden auf örtlichen Märkten als Delikatesse verkauft.

Von Guangdong war im Winter des vergangenen Jahres eine Sars-Krankheitswelle ausgegangen, die besonders die asiatische Wirtschaft stark belastete, vor allem der Tourismusbranche aber auch weltweit Einbußen bescherte. 8000 Menschen steckten sich an der leicht zu übertragenden Krankheit an, rund 800 Patienten starben daran. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wertet den jüngsten Fall vorläufig lediglich als Sars-Verdacht. Der 32-jährige Patient war am 20. Dezember mit Kopfschmerzen und Fieber ins Krankenhaus gekommen. In der ersten Hälfte 2003 waren weltweit 774 Menschen am Schweren Akuten Atemwegssyndrom gestorben, die meisten in China.

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