China Satellit kracht in Wohnhaus
Peking - Die Raumsonde war vom Landekurs abgekommen und durchschlug das Dach des Hauses in der Nähe von Penglai in der südwestchinesischen Provinz Sichuan, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Satellit war auf dem Rückweg von einer 18-tägigen Mission im Weltall.
Die amtlichen Medien zeigten ein Foto von der Kapsel in den Überresten des Gebäudes. Das Teil gehörte zu einem wissenschaftlichen Satelliten, der Ende September vom Raumfahrtzentrum Jiuquan in der Provinz Gansu ins All geschossen worden war. Er diente der wissenschaftlichen Forschung, der geologischen Beobachtung und zu Vermessungen.
Zu einem spektakulären Absturz kam es im Jahr 1978. Der mit einem Kernreaktor ausgerüstete sowjetische Spionage-Satellite "Kosmos 954" in Kanada verseuchte bei dem Unglück Teile des Großen Sklavensees. Die Sanierung kostete Millionen von Dollar. 1979 fielen über dem Indischen Ozean und Westaustralien Reste der US-Raumstation "Skylab" als feuriger Ball vom Himmel. Ein Trümmerteil erschlug in Australien eine Kuh.
Im November 1996 drohten Teile der außer Kontrolle geratenen Raumsonde der russischen Mission "Mars 96" in Australien aufzuprallen. Reste der sieben Tonnen schweren Raumkapsel mit 270 Gramm hochgiftigem Plutonium stürzten dann 1300 Kilometer westlich von Südamerika in den Pazifik.