China Schlammlawine begräbt Dutzende Menschen
Peking - Nach Angaben der örtlichen Behörden brach am Freitag im Bezirk Wulong ein ganzer Berghang los und ging auf ein Eisenerzbergwerk sowie mehrere Häuser nieder. Laut einem Vertreter des Nachbarorts Tiekuang könnte sich die Zahl der Opfer noch erhöhen.
Mindestens 50 Bergarbeiter und neun Einwohner wurden verschüttet, wie die Stadt Chongqing auf ihrer Internet-Seite mitteilte. Im gesamten Gebiet seien Stromversorgung und Telefonverbindungen unterbrochen. Hilfe aus dem nächstgelegenen Krankenhaus sei unterwegs.
Die Fahrt zu der Unglücksstelle dauert nach Auskunft einer Krankenschwester jedoch drei Stunden. Bis zum Abend (12 Uhr MESZ) wurden zwei Leichen geborgen. In der bergigen Region waren demnach in der Vergangenheit wiederholt Schlammlawinen abgegangen.
In der nordchinesischen Provinz Shanxi war im vergangenen September nach dem Auseinanderbersten einer Deponie eine gigantische Lawine aus Schlamm, Geröll und den Resten der Kohleförderung auf ein Dorf niedergegangen. 276 Menschen kamen ums Leben.