China: Schweres Nachbeben in Sichuan - DER SPIEGEL
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China Schweres Nachbeben in Sichuan

Die Katastrophenregion kommt nicht zur Ruhe: Erneut erschütterte ein Nachbeben die Sichuan-Provinz in China. Die Erdstöße hatten eine Stärke von 6,0, berichtete das Geologische Institut der USA am Samstag.
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Washington - Ein schweres Nachbeben hat den Südwesten Chinas erschüttert. Die Erdstöße an der Grenze der Provinzen Sichuan und Gansu erreichten am Sonntagmorgen (19.08 Uhr MESZ) eine Stärke von 6,0 auf der Richter-Skala, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Das Epizentrum lag demnach in zehn Kilometern Tiefe.

Auch die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, die sich auf die chinesische Erdbebenwarte berief, meldete Erdstöße mit einer Stärke von 6,0. Zunächst lagen keine Angaben zu möglichen Opfern oder Zerstörungen vor. Nach dem schweren Erdbeben vom Montag, das eine Stärke von 7,9 erreichte, gab es zahlreiche Nachbeben in der Region.

Fünf Tage nach dem schweren Erdbeben in China sind am Samstag mindestens 63 Menschen aus Trümmern eingestürzter Gebäude gerettet worden. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, dass allein in der Stadt Yingxiu in der Region Wenchuan, wo das Epizentrum des Erdbebens war, 56 Menschen gerettet worden seien.

Unterdessen hat die Regierung bekannt gegeben, dass alle Familien, die durch das Erdbeben Angehörige verloren haben, eine Entschädigung von 5000 Yuan (460 Euro) bekommen. Die Überlebenden im Katastrophengebiet sollen mit einer tägliche Essensration und zehn Yuan (90 Cent) versorgt werden.

Durch die Erdstöße kamen nach neuesten amtlichen Angaben knapp 29.000 Menschen ums Leben, fast 200.000 weitere wurden verletzt. Insgesamt befürchtet die chinesische Regierung mehr als 50.000 Todesopfer.

cjp/Reuters/AFP