Chinesischer Hochhausskandal: Tempel in luftiger Höhe
Illegaler Bau auf Hochhaus Kleiner Tempel, großer Zorn
Shenzhen - In der südostchinesischen Stadt Shenzhen fordern Bewohner eines Hochhauses den Abriss eines kleinen Tempels. Das Gotteshaus befindet sich auf dem Dach des 20-stöckigen Wohnturms. Laut den Bewohnern wurde es illegal gebaut und stellt eine Gefahr da.
Lange Zeit störte sich offenbar niemand an dem privaten Tempel. Er soll bereits vor sieben Jahren dort gebaut worden sein. Doch nachdem ein Mann in Peking seine Felsenvilla auf einem Hochhaus abreißen muss, wächst die Angst vor Sicherheitsrisiken. Viele Chinesen ärgern sich zudem über wohlhabende Mitbürger, die sich ungestraft über Regeln hinwegsetzen.
Das Dach des Gebäudes soll eigentlich öffentlich zugänglich sein. Doch Medienberichten zufolge ist es verschlossen - mit Hilfe eines Fingerabdruck-Scanners.
Chen Jiatao, der Verwalter des Gebäudes, wollte den Besitzer des Tempels dazu bewegen, die Dachterrasse für alle Bewohner zu öffnen. Er hat wenig Hoffnung, ihm zufolge handelt es sich um eine sehr einflussreiche Person. Sein Vorgänger habe ihm erzählt, bei dem Besitzer handele es sich um einen Beamten mit mächtigen Freunden. "Es ist sinnlos."
Der Tempel und die unzugängliche Dachterrasse sorgen nun für immer mehr Bedenken. Für die Bewohner der höheren Stockwerke ist das Dach laut Medienberichten der Hauptfluchtweg bei einem Feuer. Außerdem fürchten die Bewohner, dass das zusätzliche Gewicht des Tempels die Stabilität des Hochhauses beeinträchtigen könnte.
In den vergangen Monaten sorgten zudem immer wieder kuriose Bauten für Aufregung. Eine Auswahl finden Sie hier:
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