China Tote durch Abgasvergiftungen
Peking - In der nordostchinesischen Provinz Jilin nahe der Grenze zu Nordkorea befänden sich noch 32 Menschen im Krankenhaus, berichtet die Pekinger Zeitung "Xinjingbao" heute. Ursache der Vergiftungen sei ungewöhnliches Tiefdruckwetter zu Beginn der Woche gewesen. Dadurch sei die Luftzirkulation in dem tief liegenden Becken der Präfektur Yanbian unzureichend gewesen.
Die Abgase der Kohleöfen und Feuerstellen in den Häusern seien bei der Wetterlage nicht richtig abgezogen und hätten die Bewohner mit Kohlenmonoxid vergiftet. Acht Menschen hätten in Jilin besonders ernste Vergiftungen erlitten, seien inzwischen aber in einem stabilen Zustand, berichtete das Blatt. In der ostchinesischen Stadt Hefei wurden zusätzlich mindestens drei Tote und 87 Vergiftungen durch Kohlenmonoxid gemeldet.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, wurde die örtliche Bevölkerung aufgefordert, den Betrieb von Kohleöfen über Nacht zu unterlassen. Die Behörden hätten Bewohner der betroffenen Gebiete darüber informiert, wie sie sich bei einer Kohlenmonoxidvergiftung verhalten sollten. Auch die Krankenhäuser seien in Alarmbereitschaft gesetzt worden. Die örtlichen Medien warnen die Menschen vor der Gefahr schlecht gelüfteter Räume.
China ist der größte Kohle-Konsument weltweit. Vor allem in ländlichen Gegenden wird fast ausschließlich mit Kohle geheizt und gekocht.
ala/dpa