China: Über 50 Tote bei schwerem Grubenunglück - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

China Über 50 Tote bei schwerem Grubenunglück

Die tödlichen Unfälle in Chinas Bergwerken scheinen kein Ende zu nehmen: Nach einem Feuer in einer Eisenerzmine der Provinz Hebei hat sich die Zahl der Opfer auf mindestens 57 erhöht. 46 Bergleute konnten nach offiziellen Angaben gerettet werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peking - Ein Kurzschluss in einem Stromkabel soll das Feuer in der Eisenmine der Stadt Shahe am Samstag ausgelöst haben, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Behörden. Innerhalb kürzester Zeit seien fünf miteinander verbundenen Minen von den Flammen heimgesucht worden, hieß es. 49 Leichen seien bisher geborgen, acht weitere geortet worden. Die Polizei nahm die Leitung des Bergwerks fest und fror die Konten der Betroffenen ein. Ministerpräsident Wen Jibao forderte die Rettung der eingeschlossenen Bergleute "um jeden Preis".

Die chinesischen Minen gelten als die gefährlichsten der Welt. Jedes Jahr sterben hier tausende Bergleute bei Bränden oder werden nach Felseinbrüchen von Steinen erschlagen. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres kamen bei Grubenunglücken in China nach offiziellen Angaben mehr als 4150 Menschen ums Leben. Das bisher schlimmste Unglück in diesem Jahr ereignete sich im Oktober, als bei einer Explosion in der staatlichen Daping-Mine von Xinmi 148 Arbeiter starben. Derartige Unfälle werden fast immer auf Fahrlässigkeit oder mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen in den Bergwerken zurückgeführt.