China will Tanzen im Freien regulieren - DER SPIEGEL
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Anwohner vs. Tanzwütige China will Tanzen im Freien regulieren

Um Streitereien unter Bürgern zu verhindern, wollen chinesische Behörden ein Managementsystem für das Tanzen im Freien entwickeln. Anwohner beschweren sich regelmäßig über die Belästigung durch Tanzwütige.
Paare in einem Park in Shanghai: Der Gehweg als Tanzfläche
Paare in einem Park in Shanghai: Der Gehweg als Tanzfläche

Paare in einem Park in Shanghai: Der Gehweg als Tanzfläche

Foto: Andy Wong/ AP
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Tänzer sind in China auf öffentlichen Plätzen oder in Parks allgegenwärtig - nun aber soll das Tanzvergnügen streng reguliert werden. Die Behörden würden ein "Managementsystem für das Tanzen auf öffentlichen Plätzen" entwickeln, heißt es in einer von der Nachrichtenagentur Xinhua verbreiteten Erklärung mehrerer Ministerien.

"Tanzen auf öffentlichen Plätzen ist eine von den Massen tief geliebte kulturelle und sportliche Betätigung. Es hat das spirituelle Leben der Menschen bereichert", heißt es darin. Es gebe aber zunehmend Probleme, etwa die Nutzung ungeeigneter Flächen.

Die Behörden wollen demnach die Liebe der Chinesen zum Tanzen im Freien und die Notwendigkeit, Gesetze zu beachten und Rücksicht zu nehmen, in Einklang bringen. Grund für die neue Regelungswut ist offenbar, dass es zuletzt immer wieder zum Streit zwischen Tanzenden und Anwohnern über die Lautstärke der Musik gekommen ist. Wie die neuen Regularien konkret aussehen sollen, wurde nicht mitgeteilt.

Gruppen von Tänzern versammeln sich in China gern auf Plätzen oder an Kreuzungen, um eine gemeinsame Choreografie einzuüben oder aufzuführen. Unabdingbarer Bestandteil dabei ist laute Musik. Das Internet ist voll von Berichten über die sogenannten "Damas" - ältere Frauen, die das Hobby besonders exzessiv betreiben.

ulz/AFP