Chinesische Modewoche: Von Latex-Mützen und Ganzkörper-Kokons
Chinesische Modewoche Schön schräg
Hamburg - Zum Auftakt gehörte die Bühne den jungen Wilden: Die ersten Tage der 13. China Fashion Week waren dem Nachwuchs gewidmet. Jungdesigner aus aller Welt präsentierten ihre Entwürfe. Mehr als 30 Nachwuchstalente aus 18 Ländern waren nach Peking gereist, um ihre Vorstellungen der Mode der Zukunft zu zeigen. Unter ihnen waren auch Kreative aus Deutschland, Frankreich und Russland.
Geht es nach den Absolventen der Modehochschulen, werden Herbst und Winter entspannt: Raus aus dem Bett, rein in den Kokon - und auf zur Arbeit. Wer sich von den Schauen auch Auskunft über die Frisurentrends der nächsten Saison erhoffte, wurde bitter enttäuscht. Denn: Das Haupt wird verhüllt. Entweder man stülpt sich eine müllsackähnliche Maske mit Sehschlitz über das Gesicht, oder versteckt es unter einer Strickmaske.
Für China ist die Modewoche ein Prestigeobjekt, zahlreiche Veranstaltungen am Rande der Schauen buhlen um die Aufmerksamkeit der Medien. Das bevölkerungsreichste Land der Welt will nicht länger nur ein Produktionsstandort sein, der den Westen mit billigen Klamotten versorgt, sondern auch das eigene kreative Potential präsentieren.