Christopher Street Day: Samba und schrille Kostüme - DER SPIEGEL
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Christopher Street Day Samba und schrille Kostüme

In ausgelassener Stimmung haben in Hamburg mehrere Tausend Menschen den Christopher Street Day gefeiert. An der traditionellen Parade der Schwulen und Lesben beteiligten sich auch prominente Politiker.
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Hamburg - Bei reichlich Sonne gingen, fuhren und tanzten Schwule und Lesben am Samstag durch die Hamburger Innenstadt, heizten mit heißen Rhythmen ein und sorgten mit originellen Kostümen für Aufsehen bei Besuchern und Schaulustigen. Auf 15.000 schätzte die Polizei die Teilnehmerzahl. Die Veranstalter rechneten mit insgesamt 120.000 beim Umzug und dem anschließenden Straßenfest.

Aus den Lautsprechern der rund 40 Wagen dröhnten Songs von Jennifer Lopez und Britney Spears ebenso wie Schlager oder Samba-Rhythmen. Das Publikum, das den Straßenrand säumte, war bunt gemischt: Junge Familien schoben Kinderwagen vor sich her, ältere Menschen beobachteten das Spektakel lieber aus sicherer Entfernung.

Mit den schrillen Kostümen und der ausgelassenen Stimmung glich die Parade mehr einem Karneval als einem Protestzug. Nur auf vereinzelten Transparenten waren politische Forderungen der Schwulen und Lesben zu lesen. Dafür führten aber prominente Politiker das Spektakel an: Hamburgs Bürgermeister Ortwin Runde (SPD) und die Grünen-Politiker Krista Sager und Rezzo Schlauch.

Umrahmt wurde die Parade von einem dreitägigen Straßenfest, das am Freitag begann. Zu einem weiteren Highlight sollte die große "Pride Party" auf der Cap San Diego am Samstagabend werden. Weitere große Events sind in Berlin (22./23.6.), Köln (6. bis 8.7.), München (13. bis 15.7.), Frankfurt (20. bis 22.7.) und Stuttgart (28./29.7.) geplant. Als internationales Highlight findet in Wien am 30. Juni die Europride statt.