Chronik: Familientragöden in Deutschland - DER SPIEGEL
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Chronik Familientragöden in Deutschland

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Bad Kreuznach - Eheprobleme, Eifersucht und finanzielle Not stehen häufig im Hintergrund blutiger Tragödien, bei denen ganze Familien ausgelöscht werden. Die Kriminalstatistik besagt, dass fast in einem Drittel der Fälle von Mord und Totschlag der Täter ein Verwandter ist. Einige Aufsehen erregende Fälle der vergangenen fünf Jahre:

2. Oktober 2000: Pulheim/Nordrhein-Westfalen. Eine 26 Jahre alte Frau und ihre beiden zwei und fünf Jahre alten Söhne schlafen, als sie vom Ehemann und Vater erstochen werden. Vier Tage nach der Tat wird der 26-Jährige gefasst und legt ein Geständnis ab. Motiv sollen hohe Schulden gewesen sein.

31.August 2000: Hamburg. Ein 32-Jähriger erschießt im Stadtteil Wilhelmsburg nach einem Streit seine 36 Jahre alte ehemalige Freundin sowie deren 14 und 15 Jahre alten Töchter. Eine elfjährige Tochter kann fliehen. Nach der Tat verschanzt sich der Mann mit einer Geisel, bei einem Schusswechsel mit der Polizei wird er schwer verletzt.

8. März 2000: Zwintschöna/Sachsen-Anhalt. Bei einer Zwangsräumung findet ein Gerichtsvollzieher die Leichen einer 37 Jahre alten Frau und ihrer vier Kinder (drei, vier, zehn und 17 Jahre). Der 42 Jahre alte Vater, der seine Familie mit einem Beil im Schlaf erschlug, wird nach einem Selbstmordversuch festgenommen und am 22. Dezember zu mehr als 13 Jahren Haft verurteilt.

23. Juni 1999: Neunkirchen/Saarland. Aus Verzweiflung über eine misslungene Börsenspekulation erschießt ein 33-Jähriger zwei seiner drei Söhne (fünf und acht Jahre alt) in einem Industriegebiet sowie die 29-jährige Ehefrau und das dritte Kind (zwei) in der Wohnung. Der Täter wird einige Tage später tot aus dem Rhein geborgen.

20. Dezember 1998: Zirndorf/Bayern. Wegen beruflicher Probleme tötet ein 44-Jähriger seine Frau, 41, und seine drei Kinder im Alter von neun, sieben und fünf Jahren. Anschließend erhängt sich der Mann.

16. März 1998: Münster/Hessen. Aus Scham über die bevorstehende Zwangsräumung tötet ein 40-Jähriger seine Familie: Der Arbeitslose erdrosselt erst seine Frau, 37, ersticht dann den 16-jährigen Sohn und erwürgt schließlich seine vier und neun Jahre alten Töchter. Anschließend erhängt sich der Mann auf dem Dachboden.

22. Februar 1995 Schorndorf/Baden-Württemberg. Ein 35-jähriger Kraftfahrzeug-Mechaniker erwürgt seine Frau, 33, und tötet den zweijährigen Sohn sowie die beiden vier und neun Jahre alten Töchter. Motiv: Streitereien um seinen verlorenen Arbeitsplatz.

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