Chronik: Schießereien in US-Unternehmen - DER SPIEGEL
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Chronik Schießereien in US-Unternehmen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Vor dem Amoklauf im US-Staat Massachusetts haben wiederholt Angestellte oder ehemalige Mitarbeiter Blutbäder in US-Unternehmen angerichtet. Hier eine Chronik der folgenschwersten Schießereien in den vergangenen zehn Jahren:

30. Dezember 1999: In Tampa erschießt ein 36 Jahre alter Hotelangestellter vier Kollegen und eine Autofahrerin, die sich weigerte, ihm auf der Flucht ihren Wagen zu überlassen.

2. November 1999: Ein 40-jähriger Techniker des Büromaschinenherstellers Xerox erschießt auf Hawaii kurz nach Arbeitsbeginn sieben Kollegen. Nach der Flucht in einem Firmenwagen und mehrstündiger Auseinandersetzung mit der Polizei ergibt er sich.

5. August 1999: In Pelham, einem Vorort von Birmingham im Staat Alabama, dringt ein 37-jähriger Mann in die Büros zweier Unternehmen ein und schießt um sich, dabei tötet er drei Angestellte. Bei beiden Betrieben hatte er zuvor gearbeitet. Der Täter wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

29. Juli 1999: In zwei Maklerbüros in Atlanta, Georgia, kommen neun Menschen ums Leben, 13 werden verletzt. Der 44 Jahre alte Amokläufer ist ein Händler, der mehr als 400.000 Dollar seines Anlagekapitals verloren haben soll. Er begeht wenige Stunden später Selbstmord. In einem Vorort Atlantas findet die Polizei außerdem die Leichen seiner Frau und zweier Kinder.

6. März 1998: Ein 35-jähriger ehemaliger Buchhalter der Lotteriegesellschaft von Connecticut erschießt während eines Streits um seinen restlichen Lohn seinen Chef und drei Kontrolleure. Anschließend begeht er Selbstmord.

Ein ehemaliger Buchhalter der Lotteriegesellschaft von Connecticut erschießt vier Vorgesetzte. Anschließend tötet der 35-Jährige sich selbst.

18. Dezember 1997: Ein 43-jähriger Wartungsangestellter erschießt in seiner ehemaligen Firma in Orange im US-Staat Kalifornien seinen ehemaligen Chef und drei Angestellte. Er wird später von Scharfschützen erschossen

15. September 1997: Ein entlassener Fließbandarbeiter soll in Aiken, South Carolina, vier seiner ehemaligen Kollegen erschossen und drei weitere verwundet haben. Der Prozess gegen den 43-jährigen mutmaßlichen Amokschützen beginnt im Januar.

3. April 1995: In Corpus Christi, Texas, erschießt ein 28-Jähriger bei seinem früheren Arbeitgeber, einem Prüfunternehmen für Raffinerien, fünf Mitarbeiter und sich selbst.

14. November 1991: Ein entlassener Postmitarbeiter bringt in Royal Oak im US-Staat Michigan vier Vorgesetzte um, verletzt fünf Kollegen und richtet sich selbst.

18. Juni 1990: Neun Angestellte einer Autofinanzierungsfirma fallen einem Amokläufer in Jacksonville, Florida, zum Opfer. Der Mann verletzt vier weitere Mitarbeiter und tötet sich anschließend selbst.