Chronik: Spektakuläre Unfälle mit Privatmaschinen - DER SPIEGEL
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Chronik Spektakuläre Unfälle mit Privatmaschinen

Seit den verheerenden Anschlägen am 11. September 2001 in den USA spielt bei Zwischenfällen mit Flugzeugen die Angst vor dem Terror immer mit. Mehrfach gab es zuletzt spektakuläre Unfälle mit kleinen Privatmaschinen, bei denen anfangs eine Anschlag nicht ausgeschlossen wurde.
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8. Oktober 2001:

Ein kleines Privatflugzeug kollidiert auf dem Mailänder Flughafen Linate mit einem Passagierflugzeug. Zunächst herrscht totales Chaos. "Es hat drei gewaltige Explosionen gegeben, alle dachten sofort an ein Attentat", berichten Augenzeugen. Schnell wird klar, dass es sich um einen Unglück handelt. 118 Menschen sterben bei dem Inferno.

6. Januar 2002: Der 15 Jahre alte Charles Bishop rast mit einem gestohlenen Kleinflugzeug in das Hochhaus der Bank of America in Tampa (Florida). In einer schriftlichen Notiz bringt der Teenager seine Sympathie für Terroristenchef Osama bin Laden und die Anschläge auf das WTC zum Ausdruck. Die Polizei schließt einen Terrorakt aus. Bishop ist das einzige Opfer.

18. April 2002: Der 67 Jahre alte Pilot Luigi Fasulo rast in das Mailänder Pirelli-Hochhaus. Er trifft das Gebäude in der 26. Etage. Flugzeugtrümmer stürzen auf die Straße, verletzte Passanten sinken zu Boden, internationale Fernsehgesellschaften unterbrechen ihr Programm. Keine Stunde nach dem Aufprall der einmotorigen Rockwell Commander gehen Innenminister Claudio Scajola und die italienischen Behörden vor die Presse: "Es war kein Anschlag.". Zwei Frauen, die gerade in ihren Büros gearbeitet haben, kommen bei dem Unglück ums Leben. Die Polizei schließt einen Selbstmord des Piloten nicht aus, Familienangehörige berichten von gesundheitlichen Beschwerden Luigis.