Chronologie: Zwischenfälle mit Seilbahnen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Chronologie Zwischenfälle mit Seilbahnen

In den vergangenen Jahren kam es mehrmals zu Zwischenfällen mit Skiliften und Gondeln. Das folgenschwerste Unglück ereignete sich am 11. November 2000 in Kaprun. 155 Menschen kamen ums Leben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

  • 26. Februar 2005: Im Skigebiet Axamer Lizum in der Nähe von Innsbruck stürzt ein Vierer-Sessellift in die Tiefe. Vier Insassen werden verletzt. 120 Skifahrer sitzen im Lift fest und können erst mit Hubschraubern gerettet werden.


  • 14. November 2004: Durch Schwingungen kommt es am Tiroler Rettenbachferner zu einer Beinahe-Katastrophe: Nachdem ein Steuerkabel weggeschlagen wird und eine leere Gondel in die Tiefe stürzt, müssen mehr als 100 Personen in einer stundenlangen Aktion einzeln geborgen werden.


  • 16. Oktober 2004: Eine leere Gondel der Grünberg-Bahn im oberösterreichischen Gmunden springt aus der Verankerung und prallt gegen den darauf folgenden Waggon. Dabei wird ein dreijähriges Mädchen aus dem Fenster geschleudert. Trotz seiner lebensgefährlichen Verletzung überlebt das Kind. Auch die Großmutter des Kindes erleidet Verletzungen.


  • 2. Februar 2004: 50 Passagiere werden aus einem Sessellift im obersteirischen Grebenzen gerettet, nachdem ein Liftangestellter einen Riss in einer Seilbahn-Stütze entdeckt hatte.


  • 11. November 2000: Bei dem bisher schlimmsten Seilbahnunglück in Österreich kommen nach einem katastrophalen Tunnelbrand der Kitzsteinhorn-Standseilbahn in Kaprun 155 Menschen ums Leben.


  • 3. Februar 1998: Im italienischen Skigebiet von Cavalese zertrennt ein amerikanischer Tiefflieger, der unerlaubt tief und schnell fliegt, das Tragkabel einer Seilbahn. 20 Menschen sterben. Die USA sprechen den Piloten Richard Ashby im März 1999 von jeder Schuld frei. Weil er ein Videoband mit Aufnahmen des Unglücksfluges vernichtet hat, wird er im Mai 1999 lediglich wegen Behinderung der Justiz verurteilt.


  • 29. Januar 1992: Auf dem Kärntner Naßfeld in Österreich stürzen mehrere Vierersessel der Tröglbahn mitsamt dem Tragseil zu Boden. Vier Touristen kommen zu Tode. Eine Führungsrolle war gebrochen.


  • 13. Feburar 1983: Im Champoluc im italienischen Aosta-Tal lösen sich während einer Seilbahnfahrt drei Kabinen durch eine schwere Windböe aus der Verankerung und stürzen mehr als 50 Meter in die Tiefe. Elf Menschen sterben.


  • 9. März 1976: Im Sportgebiet von Cermis in der Nähe von Cavalese bei Trient in Norditalien stürzt eine vollbesetzte Seilbahn-Kabine etwa 60 Meter in die Tiefe. 42 Menschen kommen ums Leben. Unglücksursache ist ein Seilriss.


  • 12. Juli 1972: Das Zugseil der Drahtseilbahn von Betten nach Bettneralp im Oberwallis in der Schweiz reisst, die Kabine rast auf die Talstation zurück und zerschellt. Dreizehn Menschen werden getötet.