Colorado Eheprobleme lösten größten Brand der Geschichte aus
Denver - Der Frau, die seit mehr als 18 Jahren der US-Forstbehörde angehört, werden nun Auslösen eines Feuers in einem Nationalpark, Beschädigung von Bundeseigentum und Falschausage zur Last gelegt. Sie könnte zu bis zu 15 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 500.000 Dollar (rund 530.000 Euro) verurteilt werden. Sie wurde inzwischen festgenommen.
Sie habe zugegeben, dass sie am 8. Juni während einer Patrouille aus Ärger über einen Brief ihres von ihr getrennt lebenden Ehemannes, Feuer gemacht habe, um das Scheiben zu verbrennen. Sie hätte noch versucht, das Feuer einzudämmen, aber der Brand sei schnell außer Kontrolle geraten, sagte ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft. In früheren Vernehmungen habe die Frau widersprüchliche Angaben über die Entdeckung des Brandes gemacht.
Das größte Feuer in der Geschichte Colorados war vor knapp zwei Wochen ausgebrochen und wütet etwa 85 Kilometer südwestlich von Denver. Bislang haben die Flammen 25 Häuser zerstört und 41.000 Hektar an Busch- und Waldfläche niedergebrannt. Am Sonntag konnten die Feuerwehrleute bei der Bekämpfung der Flammen allerdings weitere Fortschritte machen. Bis zum späten Nachmittag seien etwa 47 Prozent des Brandes unter Kontrolle gebracht worden, sagte ein Sprecher der Einsatzkräfte.
Starke Winde und niedrige Luftfeuchtigkeit erschweren dagegen den Kampf gegen ein anderes Feuer in der Nähe von Durango im Südwesten Colorados. Dort sei die Brandfläche am Sonntag auf 9200 Hektar von 77.000 Hektar am Samstag angewachsen. Sechs größere Wald- und Buschfeuer wüten derzeit in Colorado.
Waldbrände sind in den Trockengebieten im Mittelwesten der USA jedes Jahr ein Problem. Waldexperten gehen aber davon aus, dass solche Feuer normale Naturereignisse sind. Die Flammen sorgen auf natürliche Weise für eine Verjüngung der Wälder. Einige Pflanzensamen finden durch einen Waldbrand erst die idealen Bedingungen für ein Auskeimen.