Comeback Friedman will sich wieder einmischen - ob gefragt oder nicht
Drei Monate lang hielt er sich abseits der Öffentlichkeit, jetzt will Michel Friedman wieder mitsingen im Chor der meinungsmachenden Stimmen. "Ich werde zu Fragen, die mir wichtig sind Stellung nehmen, wenn ich gefragt werde. Als Bürger eines freien Landes auch, wenn ich nicht gefragt werde", sagte der ehemalige Vizepräsident des Zentralrats der Juden der "Bild"-Zeitung.
Auslöser für die Rückkehr des über eine Kokain-Affäre gestolperten Talkmasters aus der selbst gewählte Verbannung ist sein neuer Job als Herausgeber für den Bereich "Politisches Buch" beim Berliner Aufbau-Verlag. In dieser Funktion absolvierte er am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse seinen ersten öffentlichen Auftritt seit Juli.
"Ich freue mich, wieder arbeiten zu können", sagte der 47-Jährige der "Bild"-Zeitung. "Dies empfinde ich als die zweite Chance, um die ich gebeten hatte", sagte er im Bezug auf seine Pressekonferenz, bei der er seinen Rücktritt von allen Ämtern bekannt gegeben hatte. "Ich will wieder durch Leistung und Kreativität wahrgenommen werden", sagte Friedman. Beim Aufbau-Verlag wird er zwei Mal im Jahr auch persönlich ein politisches Interview-Buch machen.
Über seine Beziehung zu TV-Talkerin Bärbel Schäfer sagte Friedman "heute sind wir glücklicher denn je". In den vergangenen drei Monaten habe er "nachgedacht" und sei mit Schäfer und mit seinen Freunden wieder ins Reine gekommen.