Concorde-Absturz: 100 Millionen Mark für Angehörige - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Concorde-Absturz 100 Millionen Mark für Angehörige

Die Hinterbliebenen der Opfer des Concorde-Absturzes bei Paris haben sich mit Air France offenbar auf einen Vergleich geeinigt. Die Summe liegt weit über dem deutschen Durchschnitt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Luftfahrtexperte Professor Elmar Giemulla (50) aus Berlin, der gemeinsam mit Rechtsanwälten 96 deutsche Hinterbliebenenfamilien vertritt, bestätigte der Zeitung "Bild am Sonntag", es sei mit Air France ein Vergleich ausgehandelt worden. "Die Angehörigen bekommen pro Opfer nach Verwandtschaftsgrad eine bis zu siebenstellige Entschädigung, die damit weit über den in Deutschland in ähnlichen Fällen gezahlten Summen liegt", sagte Giemulla. Die Concorde war am 25. Juli 2000 bei Paris abgestürzt.

Nach Informationen der Zeitung sollen insgesamt rund 100 Millionen Mark gezahlt werden. Grund für die hohe Entschädigung sei der "amerikanische Faktor". Denn nach dem Warschauer Abkommen gilt bei Abstürzen der Zielflughafen als Gerichtsstand für Entschädigungszahlungen, in diesem Fall New York. Das habe Air France nach Angaben von Giemulla auch akzeptiert. In Deutschland werden bei Flugzeugabstürzen 48.000 Mark Schmerzensgeld pro Opfer an die Hinterbliebenen gezahlt. Diese Summe und eine Zwischenzahlung von Air France im Dezember haben die Angehörigen der Concorde-Opfer schon erhalten.

Mehr lesen über