Concorde-Absturz Und noch ein Zwischenbericht
Paris - Ein Teil des Zwischenberichts zur Ursache des Unglücks mit 113 Toten liegt vor. Daraus geht hervor, dass die genaue Absturzursache des Überschallflugzeuges der Air France noch nicht endgültig geklärt sei. Dies berichtet das französische Untersuchungsamt für Flugunfälle (BEA) in Paris.
"Wir verstehen inzwischen die meisten Aspekte des Unfalls", heißt es in dem Bericht, der zwei Tage vor dem ersten Jahrestag des Absturzes herausgegeben wurde. Das Amt hofft, den Abschlussbericht "nach Konsultationen mit der zuständigen Untersuchungskommission in den nächsten Monaten veröffentlichen zu können". Die Experten halten fest, dass die Untersuchung der Wrackteile seit dem Zwischenbericht vom Januar 2001 keine wesentlichen neuen Erkenntnisse ergeben habe.
Nach dem bisherigen Absturz-Szenario ist die Concorde beim Start für einen Flug nach New York über ein 43 Zentimeter langes Metallteil gerollt, was einen Reifen platzen ließ. Die Experten sind praktisch sicher, dass diese Lamelle von einer Minuten zuvor gestarteten DC-10 der US-Fluggesellschaft Continental Airlines stammte. Herumfliegende Reifenteile der Concorde schlugen in einem der Tanks ein, das Kerosin entzündete sich und löste einen Brand aus.
Das Überschallflugzeug, vom Großflughafen Charles de Gaulle gestartet, stürzte bei Gonesse nördlich von Paris ab. Unter den 113 Toten waren 97 Deutsche, 96 von ihnen Kreuzfahrt-Touristen.