Concorde Beim Start platzte der Reifen
Paris - Wie das französische Verkehrsministerium am Freitag mitteilte, stieg die Zahl der Opfer auf 114. Offenbar war noch eine weitere Person in dem Hotel, auf das die Concorde gestürzt war. Über die Identität war noch nichts bekannt.
Die französische Unfall-Untersuchungsstelle (BEA) bestätigte, dass bereits beim Start ein Reifen geplatzt war. Sie hatte zuvor die entlang der Startbahn 26 des Pariser Großflughafens Charles de Gaulle gefundenen Reifenfetzen untersucht. Sie stammen vom linken Fahrwerk des abgestürzten Überschall-Jets. "Wir haben vor allem die Zerstörung von einem und vielleicht sogar zwei der vier Reifen an der Aufhängung des linken Hauptfahrwerk festgestellt", heißt es in der BEA-Erklärung.
Bei der Suche nach der Ursache für den Brand der Concorde haben die Experten mittlerweile eine erste Arbeitshypothese. "Die Ursache des Brandes scheint außerhalb der Triebwerke gelegen zu haben, bleibt aber noch zu bestimmen", erklärte die BEA. Die Piloten hatten dem Towerlotsen unmittelbar nach dem Start berichtet, dass sie das Fahrwerk nicht mehr einfahren könnten. Ob Trümmer eines geplatzten Reifens für den Brand und später Ausfall der Triebwerke verantwortlich waren, ist aber noch unklar.