Concorde Der letzte Flug?
Paris - Air France hat eine Sondererlaubnis der französischen Luftfahrtbehörde (DGAC) für den möglicherweise letzten Flug einer Concorde erhalten. Die Rückkehr des seit dem Absturz vom 25. Juli in New York geparkten Jets nach Paris bedarf aber zusätzlich der Überfluggenehmigung mehrerer Länder, wie die DGAC am Mittwoch mitteilte.
Die Zeitung "Le Parisien" berichtete, Air-France-Chef Spinetta habe bei dem historischen Flug an Bord sein wollen. Doch die Aufsichtsbehörde habe ihm das verweigert. Die DGAC teilte lediglich mit, der Transport von Passagieren sei nicht erlaubt. Air France wollte den Bericht nicht kommentieren.
Als Konsequenz aus der Katastrophe von Gonesse war der Concorde Mitte August die Flugzulassung entzogen worden. Die provisorische Genehmigung für die Concorde F-BVFC sei am 11. September ergangen und vier Wochen gültig, erklärte die Luftfahrtbehörde weiter. Die Zeitung schrieb, Air France plane die Rückholung für den Donnerstag.
Den Angaben zufolge arbeiten Techniker der Air France bereits seit gut zehn Tagen auf dem John-F.-Kennedy-Airport, um die seit fast zwei Monaten auf den Boden verbannte Maschine wieder in Betrieb nehmen zu können. Zur Reparatur seien mehrere Ersatzteile aus Paris eingeflogen worden. Die Concorde solle dann in einem Hangar auf dem Flughafen Charles-de-Gaulle gemeinsam mit den vier restlichen Überschallmaschinen der Air France gewartet werden.
Das Unglück von Gonesse am 25. Juli, bei dem 113 Menschen ums Leben kamen, wurde nach den bisherigen Erkenntnissen von einem platzenden Reifen beim Start ausgelöst. Dieser löste eine Kettenreaktion aus, die binnen 90 Sekunden zum Absturz führte. Für eine mögliche Wiederinbetriebnahme der Concorde sind bislang noch nicht benannte technische Änderungen nötig. Fachleute bezweifeln, ob sich die Umrüstung der konzeptionell veralteten und nur in geringer Stückzahl geflogenen Maschinen für die Betreiber Air France und British Airways lohnt.