"Crocodile Hunter": Irwins Vater will kein Staatsbegräbnis - DER SPIEGEL
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"Crocodile Hunter" Irwins Vater will kein Staatsbegräbnis

Ganz Australien trauert um "Crocodile Hunter" Steve Irwin. Noch ist allerdings nicht klar, ob das angekündigte Staatsbegräbnis stattfindet. Sein Vater lehnt dies ab. Unklar ist zudem, was mit den Videoaufnahmen von Irwins Tod passiert.
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Beerwah - Zum Tod des Dokumentarfilmers äußerte sich dessen Vater Bob Irwin heute in einer live im australischen Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. "Er ist ein ganz normaler Typ und will als normaler Typ in Erinnerung behalten werden", sagte er. Sein Sohn hätte nicht gewollt, dass so viel Aufhebens um ihn gemacht werde. Ministerpräsident John Howard hatte den Tierfilmer als großen Botschafter Australiens bezeichnet und ein Staatsbegräbnis angeboten. Endgültig soll nun Irwins Witwe Terri darüber entscheiden.

Der sichtlich bewegte Bob Irwin bezeichnete seinen Sohn in der Pressekonferenz als seinen "besten Freund". Beide teilten die Leidenschaft für gefährliche Tiere. Bob Irwin hatte den "Australia Zoo" in Beerwah gegründet, den der Junior später übernahm.

Indes diskutieren Tier-Experten über die Umstände von Steve Irwins Tod, der am Montag bei Dreharbeiten für eine Meeres-Dokumentation starb. Einige äußerten die Auffassung, dass Irwin seine Überlebenschancen nach der Rochenattacke selbst verringerte, indem er den giftigen Stachel des Tieres aus seiner Brust zog. "Je mehr man daran herumreißt, desto mehr schadet man sich", sagte der Meeresbiologe Peter Fenner der Zeitung "The Australian". "Das verstößt gegen Grundprinzipien und verschlimmert alles nur." Tiergift-Fachmann Bryan Fry von der Universität in Melbourne wies zudem darauf hin, dass Rochengift nur selten tödlich ist. Weltweit seien nur 17 Todesfälle nach einem solchen Stich bekannt. In Australien ist Irwin erst der zweite Mensch, der daran starb.

Sein Manager und Freund John Stainton äußerte sich auf CNN noch mal zu dem Video, das die Rochenattacke zeigt und derzeit von der Polizei gesichtet wird. Geht es nach Stainton, wird es danach kein Mensch mehr zu Gesicht bekommen: "Das Band sollte zerstört werden."

Steve Irwin ging mit seiner Fernsehserie "Crocodile Hunter" in Australien 1992 auf Sendung. Er machte es zu seinem Markenzeichen, sich Krokodilen zu nähern und sogar auf ihre Rücken zu klettern. Für Schlagzeilen sorgte er, als er vor zwei Jahren vor laufender Kamera ein vier Meter langes Krokodil mit der Hand fütterte, während er seinen einen Monat alten Sohn Bob auf dem Arm hielt.

str/dpa/reuters

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