Crossair-Absturz Identifizierung der Toten schwierig
Genf - Die Daten der Flugschreiber des Unglücksflugzeugs seien wahrscheinlich nutzbar, sagte der Chef des Büros für Flugunfalluntersuchungen, Jean Overney, am Dienstag in Bern. Obwohl die Spezialisten in Paris die Bänder möglicherweise schon bis zum Dienstagabend prüfen könnten, werde die genaue Analyse der erfassten Daten noch einige Zeit dauern.
Die Identifizierung der 24 Opfer, darunter 10 Deutsche und 5 Schweizer, ist schwierig. Wegen der Verbrennungen sei bei keinem der Opfer das Identifizieren anhand des äußeren Erscheinungsbildes möglich, sagte Rudolf Hauri vom Institut für Rechtsmedizin in Zürich. Bekannt ist allerdings, dass sich die Sängerin Melanie Thornton unter den Opfern befindet.
Die Fluggesellschaft Crossair hat inzwischen Berichte zurückgewiesen, wonach der Unglücksmaschine das Flugbenzin ausgegangen sein soll. Die Schweizer Behörden wollten sich nicht zu Berichten äußern, wonach es von einem anderen Piloten unmittelbar vor dem Unglück eine Wetter- und Sichtwarnung für die Landepiste 28 gegeben haben soll. Weiterhin unklar ist bislang, warum die Piloten die Landung nicht abbrachen und auf den Landeanflug auf einer anderen Piste bestanden.
Von den Flugschreibern erhoffen sich die Ermittler unter anderem darüber Aufschluss, ob der 57-jährige Pilot oder der 25-jährige Co-Pilot das Unglücksflugzeug steuerten. Nach Medienberichten soll der Pilot erst in diesem Jahr auf die Maschine vom Typ Jumbolino umgeschult worden sein.