Dachauer Todesschütze im Gefängnis gestorben - DER SPIEGEL
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Mord an Staatsanwalt Dachauer Todesschütze im Gefängnis gestorben

Rudolf U. erschoss im Amtsgericht Dachau einen jungen Staatsanwalt und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Rund ein halbes Jahr nach dem Urteil ist der 56-Jährige nun im Gefängnis gestorben.
Rudolf U. im Krankenbett vor Gericht (Archiv): Wegen Mordes verurteilt
Rudolf U. im Krankenbett vor Gericht (Archiv): Wegen Mordes verurteilt

Rudolf U. im Krankenbett vor Gericht (Archiv): Wegen Mordes verurteilt

Foto: Frank Leonhardt/ dpa
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München - Der Todesschütze von Dachau ist tot. Der schwer an Diabetes erkrankte 56-jährige Rudolf U. sei in der Nacht zum Sonntag im Gefängnis München-Stadelheim gestorben, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. Er bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks.

Der insolvente Kleinunternehmer hatte im Januar 2012 während einer Urteilsverkündung in Dachau einen 31-jährigen Staatsanwalt erschossen.

Das Landgericht München hatte U. zu lebenslanger Haft verurteilt und wegen der besonderen Schwere der Schuld eine Freilassung nach 15 Jahren ausgeschlossen. Die Urteilsverkündung hatte er in einem Krankenbett im Gerichtssaal verfolgt.

Wegen seiner Diabetes-Erkrankung waren ihm schon während der Untersuchungshaft beide Beine amputiert worden. Steinkraus-Koch sagte, bei dem Häftling gebe es keinen Hinweis auf Fremdverschulden oder Suizid als Todesursache.

hut/dpa