Deeskalation: Feldbusch über Bohlens Reaktion erleichtert - DER SPIEGEL
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Deeskalation Feldbusch über Bohlens Reaktion erleichtert

Sind sie bald wieder gut miteinander? Über die Bildschirme hat Dieter Bohlen in der "Johannes B. Kerner-Show" der deutschen Nation mitgeteilt, dass es ihm Leid tue, seiner damaligen Frau Verona Feldbusch weh getan zu haben. Feldbusch zeigte sich danach so ziemlich versöhnt.
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München/Hamburg - Feldbusch sagte, sie sei erleichtert über das Teilgeständnis Bohlens. "Ich hatte schon mit Schlimmerem gerechnet, weil ich Dieter schon eine ganze Weile kenne. Ich bin froh. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen." Von einer Auseinandersetzung vor Gericht hat sie Abstand genommen: "Meine Anwälte haben mich inzwischen so beraten, dass ich ihn auf üble Nachrede verklagen und eine Art Schmerzensgeld verlangen könnte. Davon möchte ich eigentlich absehen. Ich möchte nur meine Ruhe wieder haben und in Zukunft nicht mehr über diese Geschichte reden."

Für ihre Darstellung, dass Bohlen sie geschlagen habe, könne sie gegebenenfalls Beweise vorlegen, sagte Feldbusch. "Es sind einige Papiere aufgetaucht, die ich bei meinen Anwälten gelagert hatte. Es sind fünf Jahre vergangen, und ich habe jetzt über Nacht noch einmal alles durchstöbert. Ich habe sehr viele Beweise und kann alles wirklich haarklein belegen."

Feldbusch warf Bohlen abermals vor, die Unwahrheit gesagt zu haben. "Es gibt noch Kleinigkeiten zu klären, wie die Sache mit dem Schlüsselbund. Selbstverständlich habe ich keinen Schlüsselbund nach ihm geschmissen. Die Geschichte, dass ich Sachen aus seiner Wohnung entwendet habe, ist absoluter Quatsch. Die Wohnung haben wir vielleicht zwei Wochen bewohnt. Außer Möbeln und unseren Kleidern gab es da nichts, und ich kann mich nicht entsinnen, Dieters Jeanshosen mitgenommen zu haben."

Der reuige Dieter

Bohlen hatte bei "Kerner" eine andere Version der Auseinandersetzung als zuvor gegeben. Hatte er noch einen Tag zuvor erklärt, er habe Verona Feldbusch "geschubst", sagte er jetzt: "Ich habe irgend so 'ne Ausholbewegung gemacht", nachdem Feldbusch ihm einen Schlüssel ins Auge geschleudert haben. Feldbusch sei dann gegen eine Wand geprallt. Geschlagen habe er sie aber nicht, es sei ein Unfall gewesen. "Es war einfach nicht okay, was ich damals gemacht hab", sagte er. Er habe einen Fehler gemacht, aber dafür bereits vor fünf Jahren "Prügel bezogen": "Ich bin damals medial gehängt worden. Ich war nach der Geschichte echt tot."

Der Pop-Produzent bestätigte, dass er über Feldbusch gesagt hatte, sie gehe über Leichen: "Dazu stehe ich." Bohlen sagte, sie habe bei ihren Verhandlungen über den Ehevertrag Tränen eingesetzt und sich schließlich mit 500.000 Mark Abfindung einverstanden erklärt. "Zwei Tage später reicht sie die Scheidung ein. Da fühlst du dich doch wirklich verarscht."

Damit scheinen die Wogen zwischen Bohlen und Feldbusch, die sich vor fünf Jahren scheiden ließen, geglättet. Bohlens Münchner Anwalt Lutz Libbertz hatte nach Feldbuschs Vorwürfen vom Mittwoch mitgeteilt, der Tötensener Musikproduzent wolle seine Ex-Frau auf Schadenersatz verklagen und wegen übler Nachrede anzeigen. Die 33-Jährige ("Peep!", "Blubb!") hatte bei einer Aufzeichnung einer Sonderausgabe der "Johannes-B.-Kerner"-Show berichtet, dass ihr Ex-Mann sie während der Ehe geschlagen habe. Der 47-jährige Bohlen bestritt dies. Ob er bei seiner Anzeige bleibt, ist derzeit nicht klar.

"Fünf Jahre hat Verona zu diesem Thema nichts gesagt und jetzt, wo neue Projekte vor der Tür stehen, wird die alte Geschichte wieder hervorgeholt", hatte Bohlen in einem RTL-Interview gesagt und schloss daraus: "Da kann ja was nicht stimmen."

"Wie immer verkauft sich Verona natürlich ganz toll", hatte Bohlen gesagt. "Nur an der Geschichte ist nichts dran. Alles, was sie erzählt, ist total gelogen, pure Inszenierung." Sie mache schlichtweg Eigenwerbung. Verona Feldbusch war auf die Frage nach Misshandlungen mitten in ihrer Erzählung - möglicherweise geplant - in Tränen ausgebrochen. Kerner bot an, die Show zu unterbrechen, Feldbusch bestand jedoch auf Fortsetzung.