Deich undicht: Niederlande in Not - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Deich undicht Niederlande in Not

In den Niederlanden drohen entlang des Emskanals die Deiche zu brechen. Starker Regen hat die Uferbefestigungen aufgeweicht, 800 Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.
Sandsäcke am Emskanal: 800 Dorfbewohner evakuiert
Sandsäcke am Emskanal: 800 Dorfbewohner evakuiert

Sandsäcke am Emskanal: 800 Dorfbewohner evakuiert

Foto: Koen Van Weel/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Amsterdam - Aus Sorge vor einem Deichbruch haben die Behörden in den Niederlanden mit der Evakuierung von vier Dörfern im Norden des Landes begonnen. Nach tagelangem Regen seien etwa 800 Menschen entlang des Emskanals betroffen, hieß es am Freitag. Es sei nicht auszuschließen, dass die Uferbefestigung eines Hauptkanals nach übermäßiger Belastung durch Wind und Regen nachgebe. Dann stünden hunderte Hektar Land bis zu 1,5 Meter tief im Wasser.

Dorfbewohner stapelten stundenlang Sandsäcke, um den Deich zu befestigen. Von den Evakuierungen ist eine Region 200 Kilometer nordöstlich von Amsterdam betroffen, in der es in den vergangenen Tagen zu starkem Regen und Wind gekommen war. Das Abpumpen des Wassers ins Meer wurde durch das Unwetter behindert.

Im ganzen Land steigen seit Tagen die Pegel in Flüssen und Kanälen. Ein Viertel der Niederlande liegt unter dem Meeresspiegel, 55 Prozent des Landes gelten als besonders überflutungsgefährdet. Bereits am Donnerstag wurden etwa 85 Bauern wegen der Gefahr eines Deichbruchs zur Evakuierung ermutigt. Die meisten von ihnen weigerten sich, der Deich hielt stand.

jbr/dpa

Mehr lesen über