Depressionen: Prinzessin Masako wird noch länger krank sein - DER SPIEGEL
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Depressionen Prinzessin Masako wird noch länger krank sein

Nach Angaben von Hofärzten ist die japanische Kronprinzessin Masako noch immer nicht in der Lage, ihren Amtspflichten nachzukommen. Die 40-Jährige leidet unter depressiven Verstimmungen und Angstzuständen.
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Tokio - Frühestens im nächsten Jahr, so die Mediziner, könne man mit einer Wiederaufnahme von Masakos repräsentativen Tätigkeiten rechnen. Anlässlich einer bevorstehenden Reise des Kronprinzen Naruhito nach Brunei war der Hof in Erklärungsnot gekommen, als bekannt wurde, dass die Prinzessin ihren Mann nicht begleiten werde. In Brunei wird am Donnerstag die Hochzeit von Al Muhtadee Billah, dem ältesten Sohn des Sultans, gefeiert.

Zwar war Masako am Wochenende zum ersten Mal seit vier Monaten in der Öffentlichkeit aufgetreten - sie scheint aber dem immensen Stress ihres Amtes nach wie vor nicht gewachsen zu sein. Nach offiziellen Angaben leidet die Harvardabsolventin an einer Anpassungsstörung, einem Leiden, das durch Stress und Druck ausgelöst wird.

Im vergangenen Dezember hatten Ärzte zunächst eine Gürtelrose diagnostiziert - auch dies ist ein Leiden, dass häufig durch Stress ausgelöst wird. Im März dann verließ Masako das Kronprinzenpalais in Tokio und zog sich in eine Privatvilla im Ferienort Karuizawa zurück. Obwohl die Abreise von ihren Ärzten dringend empfohlen worden war, betrachteten viele für die Hofetikette verantwortliche Beamte die Flucht vor den kaiserlichen Pflichten mit Argwohn. Für sie bedeutet eine solche Auszeit einen eklatanten Bruch mit den japanischen Traditionen.

Vor elf Jahren hatte die modern erzogene Bürgerstochter und Karriere-Diplomatin Kronprinz Naruhito geheiratet. Doch erst nach acht Jahren Ehe, einer Fehlgeburt und hohem Aufwand ärztlicher Kunst kam 2001 der lang ersehnte Nachwuchs: Aiko - eine Tochter - die allerdings wegen ihres Geschlechts nicht als Thronfolger in Frage kommt.

Prinz Natuhito erklärte unlängst, er verstehe die Bedeutung eines Thronerben. Aber er wünsche, seine Frau könne "in Ruhe leben, ohne Druck". Sein ungewöhnlich scharfer Appell an Öffentlichkeit und Presse: "Nehmt Rücksicht auf sie!"