Der Fall Gsell: Hauptverdächtiger überraschend entlassen - DER SPIEGEL
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Der Fall Gsell Hauptverdächtiger überraschend entlassen

Völlig unerwartet ist der Aushilfsfahrer Bernd A. freigekommen. Er war verdächtigt worden, den Schönheitschirurgen Franz Gsell im März 2003 bei einem vorgetäuschten Überfall in seiner Villa so schwer geschlagen zu haben, dass er später an seinen Verletzungen starb.
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Nürnberg - Es besteht kein "dringender Tatverdacht" mehr gegen den 41-Jährigen, erklärte Justizsprecher Claas Werner heute. Dennoch sind weitere Ermittlungen notwendig. Völlig ausgeschlossen ist es also nicht, dass Bernd A. der Täter ist.

Zusammen mit einer Autoschieberbande soll er den Überfall auf den 76-Jährigen damals verübt haben. Verhaftet wurde allerdings zunächst Witwe Tatjana Gsell. Ermittler vermuteten einen Auftrag ihrerseits, um bei einem Versicherungsbetrug abzukassieren. Nach einem halben Jahr konnte sie der Untersuchungshaft jedoch den Rücken kehren.

Allerdings muss sie sich ab 13. Juli noch wegen versuchten Versicherungsbetrugs über 72.000 Euro vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung muss Tatjana Gsell mit einer Bewährungsstrafe von einem Jahr rechnen.

Ein Mitglied der Autoschieberbande befindet sich derweil noch in Untersuchungshaft.