Deutsche Bahn: Lokführer im Vollrausch - DER SPIEGEL
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Deutsche Bahn Lokführer im Vollrausch

Mit 1,5 Promille Alkohol im Blut hat ein Lokführer den Regionalexpress von Norddeich nach Bremen gefahren. Polizisten holten ihn bei einem planmäßigen Halt in Bad Zwischenahn aus dem Führerstand.
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Bad Zwischenahn - Um 6 Uhr 30 war die Fahrt für den 48-Jährigen am Sonntag vorzeitig zu Ende. Eine Zugbegleiterin hatte bei ihm eine Alkoholfahne bemerkt und die Leitstelle der Deutschen Bahn informiert. Der Zug konnte nach einem halbstündigen Zwangsaufenthalt in Bad Zwischenahn seine Reise mit einem Ersatz-Lokführer fortsetzen.

Nach Angaben eines Bundesgrenzschutzsprechers bestand für die 50 bis 60 Reisenden keine Gefahr. "Der Lokführer ist sehr langsam gefahren." Gegen ihn werde nun wegen Gefährdung des Bahnverkehrs ermittelt. Außerdem droht ihm laut Bahnsprecher Hans-Jürgen Frohns ein internes Verfahren. "Bei uns gilt nicht nur für Lokführer, aber insbesondere für sie, strengstes Alkoholverbot." Angetrunkene Lokführer seien extrem selten. Deshalb gibt es laut Bundesgrenzschutz keine regelmäßigen Alkoholtests wie im Straßenverkehr.

Die Alkoholfahrt des Lokführers hätte schlimme Folgen haben können. Zwar löst das Überfahren roter Signale automatisch eine Zwangsbremsung aus. Zudem muss der Lokführer regelmäßig per Tastendruck anzeigen, dass er nicht eingeschlafen ist. Aber für die auf dem jeweiligen Streckenabschnitt vorgegebene Geschwindigkeit ist er zuständig. Zu hohe Geschwindigkeit hatte zum Beispiel zum Zugunglück von Brühl bei Bonn mit neun Toten und mehr als 100 Verletzten geführt, als der zu schnelle Zug entgleiste.