Broad Peak im Karakorum-Gebirge Deutsche Bergsteigerin stirbt in Pakistan
Islamabad - Die 39-Jährige aus Brandenburg war die einzige Frau in einer deutschen Expedition, die den rund 8000 Meter hohen Broad Peak im Karakorum-Gebirge bezwingen wollte - ihr Vorhaben endete tödlich. Die Frau ist am Samstag im Basislager auf einer Höhe von rund 5000 Metern gestürzt und auf dem Eis ausgerutscht, sagte Thomas Sonnenburg, Kontaktmann der Bergsteiger und Freund des Expeditionsleiters. Die Leiche sei geborgen worden.
Sobald das Wetter aufklare, werde ein Armeehubschrauber die Leiche in die Hauptstadt Islamabad fliegen, sagte Abdul Qamar Shahzad von der örtlichen Verwaltung im Distrikt Skardu laut der Nachrichtenagentur dpa. "Das kann etwas dauern." Die Meteorologiebehörde sagte für die nächsten zwei Tage weitere Monsun-Regenfälle in der Gegend voraus.
Die Expedition war laut Angaben des Veranstalters Mitte Juni in Pakistan eingetroffen. Die Bergsteigerin habe am 15. Juni ihren 39. Geburtstag gefeiert - einen Tag vor Beginn der Expedition auf den Broad Peak. Er liegt nur wenige Stunden Fußmarsch vom K2 entfernt, dem zweithöchsten Berg der Welt.
Der Sender Radioeins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hatte die Tour journalistisch begleitet und will nun den Ablauf des Unglücks klären. "Wir haben entschieden, Fotos und Videos der Aktion von der Radioeins-Website zu entfernen, um die Angehörigen und das Team vor einem Missbrauch der Bilder zu schützen", heißt es auf der Internetseite .
Der Sender habe fortlaufend über die Vorbereitung, die Auswahl der Teilnehmer und die Expedition auch im Internet berichtet, sagte RBB-Sprecher Justus Demmer. Dabei seien die Hörer aufgerufen worden, sich für die Tour zu bewerben. Der Veranstalter habe einen Teilnehmer aus den Hörerbewerbungen ausgesucht. Es sei aber nicht die verunglückte Frau gewesen.