Deutsche Fans bewarfen Italiener mit Spaghetti - DER SPIEGEL
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Frust nach Niederlage Italienische Fans mit Spaghetti beworfen

Das EM-Aus schmerzt die deutschen Fußballfans. Einige ließen ihren Frust an den feiernden Italienern aus. In Wolfsburg wurde ein Autokorso gestoppt, in Wuppertal musste die Polizei fast 30 Menschen vorübergehend festnehmen.
Italienische Fußballfans feiern in Wolfsburg: Teilweise kam es zu Auseinandersetzungen
Italienische Fußballfans feiern in Wolfsburg: Teilweise kam es zu Auseinandersetzungen

Italienische Fußballfans feiern in Wolfsburg: Teilweise kam es zu Auseinandersetzungen

Foto: Britta Schulze/ dpa
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Hamburg - Nach der Halbfinal-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien (1:2) ist es in einigen Städten zu kleineren Ausschreitungen gekommen. In Wuppertal begegneten sich auf einer Kreuzung etwa 800 deutsche und 600 italienische Fans. Die Polizei konnte durch Fahrzeugsperren und den Einsatz von Pfefferspray verhindern, dass sich beide Fanlager in großer Zahl attackierten. Dennoch gab es in Wuppertal 13 Verletzte, 27 Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Auch in der Wuppertaler Innenstadt kam es immer wieder zu Rangeleien, italienische Anhänger wurden mit Spaghetti beworfen und teilweise ausländerfeindlich beschimpft. "Es waren Aggressionen zu spüren", sagte eine Polizeisprecherin.

In Wolfsburg kam es ebenfalls zu Auseinandersetzungen. So hätten Deutsche versucht, einen Autokorso von etwa 700 Italienern gewaltsam zu stoppen, teilte ein Polizeisprecher mit. Er sprach von einer "teilweise chaotischen Situation", die man aber letzlich in den Griff bekommen habe.

Auch auf der Fanmeile in Berlin wurden 17 Menschen festgenommen und 99 Strafanzeigen gestellt, 29 davon wegen Körperverletzung. Angesichts der mehreren hunderttausend Fans, die sich über den Tag verteilt auf der Partymeile aufhielten, sei es jedoch relativ normal verlaufen, so ein Sprecher der Berliner Polizei.

Insgesamt sei die Nacht in den großen Städten weitgehend friedlich und ohne größere Zwischenfälle verlaufen, teilten die Lagezentren der Polizei mit.

hut/sid/dapd

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