Dieter Bohlen Als Kommunist zu guten Noten
Hamburg - Er habe eine Klasse übersprungen und mit 17 Jahren Abitur gemacht, sagte der 47-jährige Musikproduzent in der ARD-Talkshow "Beckmann". Die Beziehung zu seinen Eltern bezeichnete er im Rückblick als kompliziert. "Meine Lehrer und meine Eltern meinten, ich sei ziemlich schwierig." Das habe daran gelegen, dass er immer seine Meinung gesagt hätte - so wie er es heute noch tue.
"Ich fand damals schon, dass mein Musiklehrer keine Ahnung hatte. Das war alles mega-peinlich, diese Volkslieder und so." Er habe lieber wissen wollen, was es mit Liedern wie "Yesterday" von den "Beatles" auf sich habe. Die Folge seines renitenten Verhaltens sei gewesen, dass er mehrmals von der Schule flog und schließlich auf einem Internat landete.
Das sei eine ziemlich schreckliche Zeit gewesen, erinnerte sich Bohlen. "Irgendwann war mir klar, dass ich kein Müllmann werden wollte", sagte der Popstar. Diese Motivation - und Kontakte zu Lehrern, die wie er bei der DKP oder den Jusos engagiert waren, - ließen seine schulischen Leistungen explodieren.
"Der beste Papa der Welt"
Sich selbst hält Bohlen für einen guten Papa. Der Vater von drei Kindern sagte: "Ich habe von meinem Sohn so ein Ding aus Marzipan geschenkt bekommen, da stand drauf: 'Für den besten Freund der Welt'. Und mein anderer Sohn hat geschrieben: 'Für den besten Papa der Welt.' Da kann ich ja so viel nicht verkehrt gemacht haben."
Wenn die Öffentlichkeit ihn durch die Augen seiner Kinder sehen könnte, würde sie ein ganz anderes Bild von ihm bekommen, betonte Bohlen. Erst am vergangenen Wochenende sei er mit seinen Kindern Inlineskaten und Kartfahren gewesen.
Angesprochen auf die zahlreichen Schlagzeilen über seine Affären, gab der Musiker zu, dass diese für seine Kinder nicht immer einfach seien. Nach den Berichten über sein angebliches Liebesabenteuer in einer Boutique habe sein Ältester, 15, ihn gefragt: "Papa, hattest du keinen Hundertmarkschein für ein Hotelzimmer?" Doch, habe er seinen Kindern gesagt, und dass das alles erfunden und gelogen sei. Seine Kinder hätten ihm geglaubt, weil sie wüssten, wie er ist. Mit seiner neuen Freundin Estefania, 21, verstünden sie sich gut.