Disney-Flugsimulator Deutsche starb an Gehirnblutung
Orlando - Die 49-jährige Deutsche habe eine Gehirnblutung erlitten, berichtet die Zeitung "Orlando Sentinel" unter Berufung auf den Gerichtsmediziner Jan Garavaglia. Bei der Obduktion seien Anzeichen dafür gefunden worden, dass die Urlauberin aus dem hessischen Schmitten (Hochtaunus) seit langem starken Bluthochdruck hatte. Es gebe aber keine Hinweise auf ein Trauma. Der endgültige Obduktionsbericht steht noch aus.
Die Frau hatte am Dienstag nach einer Fahrt mit einem Marsflug- Simulator in Disney World über Übelkeit und Schwindel geklagt und war einen Tag später im Krankenhaus gestorben.
Die Deutsche ist das zweite Opfer der Raumfluganlage in weniger als einem Jahr. Im vergangenen Sommer war ein vierjähriger Junge während des Fluges ohnmächtig geworden und kurz darauf in einem Krankenhaus gestorben. Es handelte sich um den Sohn eines ugandischen Uno-Diplomaten. Eine Autopsie ergab, dass er an einer Herzkrankheit litt, die in Stress-Situationen zu einem plötzlichen Tod führen kann. Disney warnt Besucher mit Herz- und Kreislaufschwäche sowie mit Rücken- oder Nackenproblemen am Eingang der Attraktion vor deren Risiko.
Bislang haben fast neun Millionen Gäste den "Marsflug" mitgemacht, und nur wenige haben über Probleme geklagt. Für "Mission:Space" hatte Disney rund 83 Millionen Euro ausgegeben. Die Anlage ist die mit Abstand populärste Attraktion des High-Tech-Themenparks "Epcot" in Disney World.