Endlich: Die USA haben still und leise einen Vertrag zum Klimaschutz angenommen
Dieser Beitrag wurde am 01.12.2017 auf bento.de veröffentlicht.
US-Präsident Donald Trump hält nicht viel vom Klimawandel. Auch wenn Forscher seiner Regierung die Erderwärmung für echt und menschengemacht halten (bento) – Trump will zugunsten der Wirtschaft weiter auf fossile Brennstoffe setzen.
Aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015 sind die USA daher wieder ausgetreten. Mittlerweile sind sie das einzige Land, dass sich nicht dem Schutzvertrag beugt – zuletzt war ausgerechnet das Bürgerkriegsland Syrien beigetreten (bento).
Doch nun scheint es, als habe Trumps Regierung ohne größeres Aufsehen einen anderen Klimaschutzvertrag vorangebracht.
Es geht um die Ende 2016 verfassten Kigali-Beschlüsse. Kigali ist die Hauptstadt von Ruanda, dort hatten sich im Oktober 2016 – also noch vor Trumps Amtszeit – die Länder der Erde getroffen, um nach Paris weitere Abkommen zum Klimaschutz zu erarbeiten. (Bundesministerium für Umwelt )
- Die Kigali-Beschlüsse sehen eine schrittweise drastische Reduzierung der Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW) vor.
- HFKW sind besonders klimaschädlich und werden bislang in Kühlschränken und Klimaanlagen verwendet.
- Sie haben das bereits verbotene FCKW ersetzt – was bislang für eine Schädigung der Ozonschicht sorgte.
Die USA gehörten damals unter Ex-Präsident Barack Obama mit zu den Unterstützern der Kigali-Beschlüsse.
Anders als beim Pariser Abkommen scheint Trump den Vertrag dieses Mal nicht zunichte zu machen.
Judith Garber, eine Referatsleiterin im US-Außenministerium, hat den Willen zu Kigali bei einer Klimakonferenz in Montreal bestätigt. Das Außenministerium veröffentlichte ihre Rede :
"Die USA glauben, dass die Kigali-Beschlüsse einen pragmatischen und ausbalancierten Ansatz liefern, HFKW schrittweise zu reduzieren – und daher unterstützen wir die Ziele der Beschlüsse."
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