Donau: Jahrhunderthochwasser auf dem Rückzug - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Donau Jahrhunderthochwasser auf dem Rückzug

Aufatmen entlang der Donau. Die Hochwasserlage hat sich dort in der Nacht zum Freitag weiter beruhigt. In den zuletzt besonders stark betroffenen Städten Regensburg, Straubing und Deggendorf sanken die Pegel deutlich. Langsam wird das ganze Ausmaß der Schäden deutlich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Regensburg/Straubing/Deggendorf - In Regensburg widmen sich die Helfer nach der großen Flut jetzt den Aufräumarbeiten. "Viele Sandsackdämme haben wir schon wieder abgebaut", sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Der Wasserstand lag gegen 6 Uhr bei 4,54 Meter und damit schon rund zwei Meter unter den Höchstständen von Mittwoch. Angesichts der Entspannung konnten die Helfer am Donnerstagabend erstmals seit Tagen eine Pause einlegen und sich ausruhen. Heute werden die Aufräumarbeiten fortgesetzt. Zu tun gibt es genug: Einige hundert Keller stehen immer noch unter Wasser.

Im niederbayerischen Straubing ist an Aufräumen dagegen noch nicht zu denken. "Die Lage hat sich entspannt, aber eine gewisse Gefahr besteht immer noch", hieß es bei der Stadt. Die Donau stand um 6 Uhr in der Früh bei 6,37 Meter, gut einen Meter unter dem Maximum vor Vortag. Der am Donnerstag fast gebrochene Damm im Stadtviertel Ittling wurde auch am Freitag erneut verstärkt. Der Katastrophenalarm soll am Vormittag angesichts der Beruhigung aufgehoben werden.

In Deggendorf war das bereits am Donnerstagabend geschehen. Da die Stadt gar nicht überschwemmt worden war, blieb das Chaos nach der Flut weitgehend aus. Es gab kaum Aufräumarbeiten, erste Sandsack-Dämme wurden bereits abgebaut. Ein Sprecher der Polizei atmete auf: "Wir sind noch einmal glimpflich davon gekommen."

Angesichts des vorhergesagten trockenen Wetter ist nach Einschätzung der Krisenstäbe entlang der Donau eine erneute Zuspitzung der Lage kaum noch zu befürchten. Die Wasserwirtschaftsämter gehen davon aus, dass sich die Situation im Freistaat zum Wochenende hin immer weiter beruhigen werde.

Mehr lesen über