Dortmund-Stadion: Bombenleger wollte BKA erpressen - DER SPIEGEL
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Dortmund-Stadion Bombenleger wollte BKA erpressen

Der Sprengstoffanschlag am Dortmunder Fußballstadion war als Warnung gedacht, ein weiterer sollte folgen. Das hat der mutmaßliche Täter den Ermittlern mitgeteilt - und Geld für seine Kooperation mit den Behörden verlangt.
Dortmunder Fußballstadion: In der Nähe wurden Explosivkörper gefunden
Dortmunder Fußballstadion: In der Nähe wurden Explosivkörper gefunden

Dortmunder Fußballstadion: In der Nähe wurden Explosivkörper gefunden

Foto: Federico Gambarini/ dpa
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Die am Stadion von Borussia Dortmund vergrabenen Sprengsätze wollte der mutmaßliche Bombenleger Alexander K. offenbar dazu nutzen, seine technischen Fähigkeiten zu beweisen und das Bundeskriminalamt (BKA) zu erpressen. Eine Analyse ergab, dass die drei Explosivkörper weitgehend funktionsfähig waren. Bei drei in seiner Wohnung gefundenen Sprengsätzen fehlte der Auslösemechanismus.

Der Mann aus Krefeld, der sich im Februar per E-Mail an die deutsche Botschaft in Pakistan gewandt hatte, war den Ermittlern schon nach wenigen Kontakten suspekt erschienen. Anfangs hatte er behauptet, er gehöre einer islamistischen Gruppe an, konnte aber weder einen Namen nennen noch theologische Fragen beantworten. Während er vorgab, sich in Pakistan aufzuhalten, zeigte seine IP-Adresse, dass er offenkundig von Deutschland aus agierte.

Den BKA-Ermittlern erzählte er jetzt, auf einen ersten kleineren Anschlag hätte ein zweiter, größerer folgen sollen. Im weiteren Verlauf der Vernehmung verlangte er eine finanzielle Entschädigung für seine Kooperation. Ermittler vermuten, dass K. bereits 2010 erfolglos versucht hatte, die Drogeriemarktkette dm zu erpressen.

Die Wucht einer möglichen Detonation wird momentan von Experten überprüft. Am Donnerstag hatten Beamte den 25-Jährigen festgenommen, nachdem er in der Nähe des Stadions verdächtige Gegenstände versteckt hatte.

Die Polizei Dortmund behandelt die Begegnung zwischen Tabellenführer Borussia Dortmund und Hannover 96 am Samstag trotzdem "wie ein normales Bundesliga-Spiel". "Das ist ein abgeschlossener Ermittlungsprozess des Bundeskriminalamts. Für uns ergibt sich in Hinblick auf das Spiel kein neues Bild", sagte ein Sprecher der Polizei Dortmund am Samstagmittag. Entsprechend wurden auch das Polizeiaufgebot und die Sicherheitsmaßnahmen nicht erhöht.