Drach-Prozess: Reemtsma sagt aus - DER SPIEGEL
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Drach-Prozess Reemtsma sagt aus

33 Tage saß er in Geiselhaft. Erst nach der Zahlung von 30 Millionen Mark Lösegeld kam Jan Philipp Reemtsma frei. Heute will der Hamburger Multimillionär im Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Entführung, Thomas Drach, aussagen.
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Hamburg - Im Mittelpunkt der Vernehmung vor dem Hamburger Landgericht wird die Frage stehen, ob Jan Philipp Reemtsma Thomas Drach erkannt hat und wie Drach Reemtsma im Einzelnen behandelte.

In früheren Prozessen hatte Reemtsma bereits ausgesagt, wie er bei der Entführung brutal geschlagen und gestoßen wurde. In den 33 Tagen, die er angekettet in einem Keller saß, habe er etwa eine Stunde mit Drach gesprochen, der sich zur Verstellung immer auf Englisch unterhalten habe.

Drach selbst hatte am vergangenen Prozesstag bereits erkennen lassen, welche Strategie er verfolgt: Er hat seinen Komplizen Wolfgang Koszics schwer belastet, indem er erklärte, Koszics habe die Hälfte des Lösegeldes bekommen. Koszics hatte dem widersprochen. Möglicherweise wird Drach am Donnerstag die Brutalitäten gegen Reemtsma dem ebenfalls schon verurteilten Mittäter Piotr Laskowski anlasten, der als Helfer für die Entführung angeheuert worden war.

Drach muss sich seit dem 11. Dezember wegen der Entführung verantworten. Er hatte zu Beginn des Prozesses seine Tatbeteiligung gestanden und auch Auskünfte über den Verbleib des Lösegeldes von 30 Millionen Mark angekündigt.