Drama in Erfurt: Lehrer Heise war doch ein Held - DER SPIEGEL
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Drama in Erfurt Lehrer Heise war doch ein Held

Der Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium vom 26. April, bei dem 17 Menschen starben, hat sich offenbar so abgespielt, wie es der Geschichtslehrer Rainer Heise dargestellt hat.
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Erfurt - Nach dem vorläufigen Abschlussbericht von Polizei und Justiz, der am Dienstag dem Thüringer Regierungskabinett vorgelegt wird, hat Heise den Einzeltäter Robert Steinhäuser im Zimmer 111 eingeschlossen und den Schlüssel einem Polizeibeamten übergeben. Ein weiterer Polizist wurde daraufhin vor der Tür postiert und hörte kurz darauf den letzten Schuss, mit dem sich der Amokläufer selbst richtete.

Gerätselt wird noch, warum auf der Tatwaffe, einer Pistole vom Typ Glock 17, keine Fingerabdrücke entdeckt werden konnten. Eine Untersuchung der Waffe auf Genspuren steht noch aus.

Heise, der zunächst als "Held von Erfurt" gefeiert und von Innenminister Otto Schily für das Bundesverdienstkreuz ins Gespräch gebracht worden war, sah sich wenig später massiven Anfeindungen ausgesetzt. Unter anderem hatte Erfurts Polizeichef an der Darstellung des Pädagogen gezweifelt; die Schulleiterin des Gutenberg-Gymnasiums erklärte, Heise hätte auch "ein leiserer Held" sein können.

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