Drama in Halle: Opfer mit Axt erschlagen? - DER SPIEGEL
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Drama in Halle Opfer mit Axt erschlagen?

Nach der Familientragödie mit fünf Toten in Zwintschöna in Sachsen-Anhalt ist der Vater in der Nähe von Halle festgenommen worden. Der 42-Jährige soll seine Ehefrau und seine vier Kinder mit einer Axt erschlagen haben.
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Halle - Der Mann war nach einer bundesweiten Fahndung bei Teicha (Sachsen-Anhalt) gefasst worden. Er hatte versucht, sich in seinem Auto die Pulsadern aufzuschneiden. Gegen ihn wird wegen fünffachen Mordes ermittelt.

Bei dem blutigen Familiendrama waren die arbeitslose Frau, ihre einjährige Tochter sowie die drei Söhne im Alter von vier, zehn und 17 Jahren offenbar im Schlaf getötet worden. Das Motiv für die Tragödie waren offenbar horrende Mietschulden und die Angst vor einer Zwangsräumung. Die Familie soll seit mehr als einem Jahr die Miete von monatlich 1500 Mark für das Reihenhaus nicht gezahlt haben. Zuvor sollen sie im benachbarten Dölbau ebenfalls wegen Mietschulden aus der Wohnung gesetzt worden sein.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Wölfel wird mit den ersten Ergebnissen zur Obduktion angesichts der Vielzahl der Untersuchungen erst in den nächsten Tagen gerechnet. Dabei müsse auch geklärt werden, ob die Axt tatsächlich das Tatwerkzeug gewesen sei. Zudem müssen die Spuren vom Tatort genauestens ausgewertet werden. Die Gerichtsmediziner untersuchten auch, ob die Opfer vor der Bluttat betäubt worden waren.

Die Tragödie hatte sich offenbar bereits am Dienstag oder eher in dem neu gebauten Reihenhaus ereignet.

Nach einem Tipp aus der Bevölkerung hatte die Polizei den tatverdächtigen Dachdecker am Mittwoch gegen 22.20 Uhr nahe der Gemeinde Teicha gefunden. Er habe in seinem Kleintransporter gesessen und sich ohne Widerstand festnehmen lassen, hieß es. "Der Mann hatte einen Suizidversuch begangen. Jetzt wird geprüft, ob er vernehmungsfähig ist", sagte eine Polizeisprecherin. Der 42-Jährige sei nicht in Lebensgefahr.