Drama in Mosambik: Neuer Regen verhindert Rettungsflüge - DER SPIEGEL
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Drama in Mosambik Neuer Regen verhindert Rettungsflüge

Wegen Dauerregens sind die Versorgungsflüge im Süden Mosambiks unterbrochen worden. Die Pegelstände steigen wieder, Vorräte an Lebensmitteln und Medikamenten werden erneut knapp. Eine Wetterbesserung ist nicht in Sicht. Auch Teile von Madagaskar sind inzwischen überflutet.
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Beira - "Die Besatzungen sind in Bereitschaft. Sobald der Himmel aufreißt, legen wir wieder los", sagte der südafrikanische Luftwaffenmajor Matthew Carter. Doch vom Indischen Ozean ziehen ununterbrochen Regenwolken auf.

Die anhaltenden Regenfälle im Süden des Landes bedeuten einen schweren Rückschlag für tausende von Menschen, die bereits in der ersten Flutwelle alles verloren hatten. In den Aufnahmelagern drohen erneut die Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente knapp zu werden. Straßen, die notdürftig repariert wurden, verwandelten sich wieder in Schlammpisten. Ein Versuch, die Versorgung über Land wieder aufzunehmen, wurde deswegen verschoben.

In Beira in Zentralmosambik, wo die Helfer der Bundeswehr und des Bundesgrenzschutzes stationiert sind, ist das Wetter hingegen besser. Die sieben deutschen Hubschrauber konnten am Donnerstag zahlreiche Flüge absolvieren. In Beira haben inzwischen auch die Amerikaner drei Helikopter stationiert.

Die Sprecherin des Uno-Welternährungsprogramms Lindsey Davies sagte, die Essensvorräte in den Camps seien in spätestens zwei Tagen aufgebraucht. Der Regen wird auch für angrenzende Länder zunehmend zur Bedrohung. Im östlich von Mosambik gelegenen Inselstaat Madagaskar mussten rund 700.000 Flutopfer von Hilfsorganisationen versorgt werden. In den vergangenen Wochen fielen dort mindestens 130 Menschen Hochwasser zum Opfer. Das Hochwasser begünstigt die Verbreitung von Cholera, die seit vergangenem Jahr in Madagaskar grassiert.