Drama Rettungshelikopter stürzte ins Meer
Anchorage - Von den Seeleuten, die mit dem Unglückshubschrauber von einem sinkenden Schiff geborgen worden waren, fehlt auch einen Tag nach dem Unglück noch jede Spur. Der Kapitän der "Selendang Ayu", die am Dienstag in Seenot geraten war, hatte am Mittwochabend um die Evakuierung der verbleibenden Besatzungsmitglieder gebeten - 18 Seeleute waren schon vorher an Land gebracht worden. Dann ereignete sich das Unglück: Der Hubschrauber stürzte in die eisigen Fluten, die Ursache des Unglücks ist noch unklar.
Die Suche nach dem Philippino und fünf Indern wird fortgesetzt, angesichts der eisigen Temperaturen ist es allerdings unwahrscheinlich, dass sich die Männer retten konnten. Die Hilfsarbeiten werden zusätzlich erschwert, da es zur Winterzeit in der Region nur wenige Stunden hell ist. Der Kapitän und ein Rettungsschwimmer, der mit ihm an Bord der "Selendang Ayu" geblieben war, wurden wenig später gerettet.
Der Frachter war an der Westküste von Unalaska auf Grund gelaufen, einer der Aleuten-Inseln, die vor der Südwestspitze Alaskas liegen. Bei der Havarie brach das Schiff auseinander, mehrere tausend Liter Öl traten in die Gewässer aus, in denen unter anderem Seelöwen und Otter leben. Insgesamt hat der aus Singapur stammende und unter malaysischer Flagge fahrende Frachter neben Sojabohnen fast zwei Millionen Liter Öl an Bord. Wie viel davon bereits aus dem Wrack strömte, ist noch nicht bekannt.
Nach Einschätzung von Umweltschützern könnte es Monate dauern, das Gebiet wieder zu reinigen.