Zeichen gegen Wilderei Drei Tonnen Elfenbein am Eiffelturm vernichtet
Vom Zoll beschlagnahmt: Drei Tonnen Elfenbein wurden in Paris vernichtet
Foto: CHARLES PLATIAU/ REUTERSParis - Um ein Zeichen gegen Wilderei und illegalen Handel zu setzen, ist in Frankreich beschlagnahmtes Elfenbein am Eiffelturm zerstört worden. Mehr als drei Tonnen Elfenbein waren vom Zoll im Laufe von zwei Jahrzehnten sichergestellt worden. Die geschredderten unbehandelten Elefanten-Stoßzähne, Schmuckstücke und Figuren hatten insgesamt einen Wert von rund einer Million Euro. Tierschutzorganisationen sprachen von einer "starken symbolischen Geste" und einem "Zeichen gegen den Schmuggel".
"Wir sind die ersten in Europa mit einem starken Signal zur Bekämpfung des illegalen Handels mit gefährdeten Arten", sagte Nicolas Hulot, Sonderbeauftragter von Präsident François Hollande. Knapp 60 Prozent der Elefanten in Zentralafrika seien in den vergangenen zehn Jahren ausgerottet worden. Allein 2012 sollen 22.000 Tiere wegen ihrer Stoßzähne getötet worden sein.
Seit 1989 ein internationales Moratorium für den Handel mit Elfenbein beschlossen worden war, gab es Vernichtungsaktionen in den USA, in China, auf den Philippinen und in Gabun. Nach Angaben der Organisation Pro Wildlife wurde im vergangenen Jahr mit mehr als 40 Tonnen international so viel Elfenbein beschlagnahmt wie nie zuvor.
Der Preis für Elfenbein liegt bei mehr als 2200 Dollar pro Kilo. Kritiker halten die Vernichtungsaktionen für verfehlt, weil dadurch das Angebot an Elfenbein sinkt und der Preis steigt - was das Material wiederum attraktiver für Kriminelle macht. "Diese Leute sind Spekulanten", sagt Dan Stiles. Der Forscher analysiert in Kenia den Elfenbeinhandel. "Elfenbeinhändler setzen auf die Ausrottung."